Auch Apple verspricht Kalifornien Milliarden für den Wohnbau

Auch Apple verspricht Kalifornien Milliarden für den Wohnbau

Tech-Companys subventionieren Wohnprojekte in der San Francisco Bay Area.

Nach Google, Facebook und Microsoft will nun auch Apple Geld in einen Fonds einzahlen, mit dem die Wohnungsnot im Hightech-Mekka Kalifornien bekämpft wird. Die Mieten und Häuserpreise sind mittlerweile für den Mittelstand kaum mehr leistbar.

Cupertino (Kalifornien). Bereits seit über zwei Jahrzehnten zeichnet es sich schon ab: Das Silicon Valley hat den Immobilienmarkt durcheinander gewirbelt. Preise für Häuser und Mieten sind massiv in die Höhe gestiegen. Und wer nicht große Gagen bei den Hightech-Companys und aufstrebenden Start-ups kassiert, hat das Nachsehen. Ein Faktor neben hoher Gehältern und dem Wachstum der Beschäftigtenzahl ist die steigende Zahl von Millionären mit jedem Tech-Börsengang. Und muss sogar die Region verlassen.

Bezahlbares Wohnen ist zwar schon lange ein Top-Thema im Silicon Valley. Bisher hat man da aber dem freien Spiel der Marktkräfte, von Angebot und Nachfrage, die Preisbestimmung überlassen. Mit dem Ergebnis, dass für viele zum Mittelstand zählenden Menschen, wie Lehrer, Service-Mitarbeiter und Ex-Militärangehörige, Wohnraum unerschwinglich wurde. Erstmals spricht man von einer immensen Wohnmarktkrise, bei der nun börsenotierte Unternehmen gegensteuern wollen.

Apple hat nun alleine eine Milliarde Dollar davon für einen Fonds des Staats Kalifornien versprochen, aus dem neue Häuser für Menschen mit niedrigen oder mittelhohen Einkommen finanziert werden sollen. Eine weitere Milliarde soll Leuten zugutekommen, die ihre erste Immobilie kaufen. Zudem will der iPhone-Konzern Land aus seinem Besitz in der Stadt San Jose für Wohnungsbau zur Verfügung stellen.

Zwischen den Tech-Riesen ist nun ein Wettlauf um die Finanzierung bezahlbaren Wohnraums in der Region San Francisco entbrannt. Nun hat Apple ein 2,5 Milliarden Dollar (2,2 Mrd. Euro) schweres Maßnahmen-Paket angekündigt.

Zuletzt hatte erst Facebook angekündigt rund 1 Milliarde Dollar für Wohnbauprojekte locker zu machen. Google hatte im Juni ebenso eine Milliarde Dollar zugesagt. Den Auftakt hatte Microsoft im Jänner 2019 gemacht und Zahlungen in Höhe von 500 Millionen Dollar an seinem Standort in Redmond nebst Seattle zugesagt.

Das Wohnraum-Angebot hat die vergangenen Jahr nicht schnell genug zugenommen, obwohl vielerorts neue Mehrfamilienhäuser gebaut wurden und auch weiterhin entstehen. Viele, die im Silicon Valley oder in San Francisco arbeiten, wohnen deshalb weit weg und sind jeden Tag stundenlang unterwegs. Die Tech-Unternehmen geraten aktuell in den USA immer mehr unter Druck, auch weil ihnen die Schuld an sozialen Verwerfungen gegeben wird.

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