AUA-CEO Hoensbroech: 2019 ist das „Jahr des Umbaus“

AUA-CEO Hoensbroech: 2019 ist das „Jahr des Umbaus“

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech baut die AUA um und zieht Personal von den Bundesländern ab.

Die AUA wird heuer die Crew-Basen in den Bundesländern schließen. 200 AUA-Mitarbeiter sind davon betroffen. Die Lufthansa-Tochter will das Kerngeschäft am Drehkreuz Wien stärken.

Die Hoffnung auf Investitionen in die Langstrecke der rot-weiß-roten Airline machte der neue AUA-Chef Alexis von Hoensbroech gleich zu Beginn der heutigen Pressekonferenz zunichte. Das Thema, so der AUA-CEO stünde aber nach wie vor „hoch oben auf der Prioritätenliste.“

Die präsentierte neue Strategie der Airline #DriveTo25 beinhalte vielmehr ein Rückbesinnen auf das Kerngeschäft der AUA, sprich eine Stärkung des Drehkreuzes Wien. Das bedeutet konkret: In Wien werden in den nächsten zwei bis drei Jahren 200 Millionen Euro in die Mittelstreckenflotte investiert. Dafür will von Hoensbroech zehn – gebrauchte – Flugzeuge aus der Airbus-320-Familie zukaufen. „Das ist wirklich keine kleine Summe“, so der AUA-Chef.

Bundesländer-Basen werden geschlossen

Eine Hiobsbotschaft hatte der Airline-Boss aber für rund 200 Bedienstete der AUA in den Bundesländern parat: Sechs dezentrale Crew-Basen, darunter in Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Innsbruck würden geschlossen. Ob die Mitarbeiter künftig in Wien beschäftigt sein werden, ist aktuell Gegenstand von Gesprächen mit den Mitarbeitern.

Gestrichen werden künftig auch dezentrale AUA-Flüge aus den Bundesländern, sie würden sich nicht lohnen, so von Hoensbroech. Die dadurch frei werdenden zehn Flieger sollen auch am Drehkreuz Wien zum Einsatz kommen. Die Strecken sollen künftig von anderen Lufthansa-Konzerngesellschaften, etwa der Eurowings, wahrgenommen werden.

Kritik aus Kärnten

Scharfe Kritik kommt von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser zum Abzug von Flugzeug samt Personal von den Bundesländerflughäfen. „Das kommt einem Wegfall an Arbeitsplätzen und einem schweren Schlag gegen die betroffenen Standort-Bundesländer gleich“, teilt der aktuelle Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz in einer Aussendung mit. Das „Angebot“ der Lufthansa-Tochter, dass betroffene Mitarbeiter, die Familien und Lebensmittelschwerpunkt in den Bundesländern haben, ja nach Wien übersiedeln könnten, sei lebensfremd und komme einer Erpressung gleich.

Weil dies mit all den Maßnahmen eben ein „Jahr des Umbaus“ sei, so AUA-Chef von Hoensbroech, rechnet er für heuer auch nicht mit einem steigenden Gewinn (2017 lag das EBIT bei 94 Millionen Euro), weshalb ein Investment in Milliardenhöhe, das für eine Stärkung der Langstreckenflotte notwendig wäre, heuer nicht stattfinden wird.

Apropos Langstrecke: Ab heuer werden auch die Seychellen wieder aus dem Streckenplan der AUA genommen, dafür wird die Airline die Nordamerika-Destinationen weiter verstärken.

S&T CEO Hannes Niederhauser

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