Atomic-Chef Mayrhofer: "Keine Angst vor einer Übernahme"

Atomic-Geschäftsführer Wolfgagng Mayrhofer

Atomic-Geschäftsführer Wolfgagng Mayrhofer

Wolfgang Mayrhofer, Chef der Salzburger Skifirma Atomic mit Sitz in Altenmarkt im Pongau, sieht in einer möglichen Übernahme durch den chinesischen Sportartikel-Konzern Anta Sports keine Gefahr für das Werk in Altenmarkt.

Rund um den finnischen Amer Sports-Konzern gibt es seit einiger Zeit Übernahme-Spekulationen. Nun hat Amer Sports, zu dessen Markenwelt seit 1994 auch Atomic gehört, dass der chinesische Sportartikel-Konzern Anta zusammen mit dem Finanzinvestor FountainVest Partners unverbindlich Interesse an einer Übernahme angemeldet hat. Ein offizielles Angebot könnte in einigen Wochen folgen. Die Chinesen wollen verstärkt ins Ausland expandieren und suchen nach etablierten Marken.

In Österreich wirft das - wieder einmal die Frage nach der Zukunft von Atomic auf. Die Salzburger Skifirma, die 2017 rund 170 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete, betreibt neben dem Werk in Altenmarkt auch eines in Bulgarien, wo vor allem Einsteigermodelle und andere günstige Ski hergestellt werden. Atomic-Geschäftsführer Wolfgang Mayrhofer sieht das Werk in Altenmarkt jedenfalls auch im Falle einer chinesischen Übernahme als nicht gefährdet. "Unser Standort hier ist unschlagbar. Ich habe keine Befürchtungen, dass wir abwandern müssen", sagte Wolfgang Mayrhofer in einem Gespräch mit der Presseagentur APA. Er sei, was Atomic betreffe, zuversichtlich. Das Business funktioniere gut, der Standort sei mit Produktion, Logistik und Marketing extrem leistungsfähig, das Umsatzwachstum zweistellig. "Es geht uns sehr gut mit Amer Sports. Wir haben uns in den letzten Jahren gut entwickelt, sind eine Top-Marke und haben eine starke Position."

Silicon Valley des Skisports

Die Location in Altenmarkt biete Möglichkeiten vor der Haustüre, die fast schon mit jenen von Silicon Valley vergleichbar seien, sagte Mayrhofer. Es werde in Forschung und Entwicklung viel investiert. Nur rund einen Kilometer von der Altenmarkter Fabrik entfernt würden Skigebiete liegen, dort könnten die neuen Produkte von Skirennläufern wie Marcel Hirscher getestet werden. Die Testergebnisse würden unverzüglich in das Know-how der Ingenieure und Techniker zur weiteren Verbesserung der Top-Sportartikel einfließen.

Atomic ist am Weltmarkt die Nummer eins bei Alpinski und auch die Diversifizierung trägt Früchte. Laut Mayrhofer ist man inzwischen bereits die Nummer zwei bei Skischuhen, bei Helmen und Brillen konnten Umsatzsteigerungen verzeichnet werden. Atomic hat außerdem beim Trend-Segement Backcountry/Touring-Ski zugelegt. "Das Portfolio ist stark, wir haben tolle Mitarbeiter."

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