Athener Regierung sammelt Geld per Erlass ein

Athener Regierung sammelt Geld per Erlass ein

Drastische Maßnahme: Griechenlands Institutionen und Betriebe werden nun gezwungen ihre Geldeinlagen an die Notenbank zu überweisen. Es sollen damit die fälligen Schulden an den Währungsfonds und andere Verpflichtungen beglichen werden.

Athen. Griechenlands Regierung ist einmal mehr auf der Suche nach Geldquellen: Nun werden alle staatlichen Institutionen und öffentlich-rechtlichen Betriebe per Erlass gewungen, ihre Geldeinlagen an die griechische Zentralbank (Bank of Greece) zu überweisen. Damit sollen fällige Hellas-Schulden an den Internationalen Währungsfonds und andere Verpflichtungen in den nächsten Wochen bezahlt werden. Der Erlass wurde am Montag veröffentlicht.

Athen hofft auf Einnahmen in Höhe von rund 3 Mrd. Euro. Die Regierung braucht rund 1,1 Mrd. Euro für Gehälter, 850 Millionen für Renten und knapp eine Milliarde Euro, um bis zum 12. Mai Verpflichtungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) nachkommen zu können, berichtete die Athener Finanzpresse.

Anfang April war es Athen mit Hilfe von Geldeinlagen von Rentenkassen gelungen, Verpflichtungen gegenüber dem IWF zu erfüllen und einen Zahlungsausfall abzuwenden. Die Vorstände einiger Rentenkassen und staatlich kontrollierter Unternehmen weigerten sich jedoch bisher, ihre Geldeinlagen für sogenannte Rückkaufvereinbarungen an den Staat zu überweisen.

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