ASFINAG-Chef Klaus Schierhackl tritt Ende Jänner zurück

ASFINAG-Chef Klaus Schierhackl tritt Ende Jänner zurück

Klaus Schierhackl scheidet vorzeitig aus dem Vorstand der Asfinag aus.

ASFINAG-Vorstand Klaus Schierhackl tritt mit Ende Jänner 2019 zurück. Dem Manager war sexuelle Belästigung und Geschenkannahme vorgeworfen worden. Prokuristin Gabriele Csoklich wird das Unternehmen ab Februar interimistisch führen.

ASFINAG-Chef Klaus Schierhackl wird mit 31. Jänner 2019 seinen Posten räumen und das Unternehmen "auf eigenen Wunsch" verlassen. Schierhackl begründete seinen Schritt gegenüber dem Aufsichtsrat mit den öffentlichen Diskussionen rund um seine Person. Er war mit Vorwürfen konfrontiert, wonach er vor Jahren eine Mitarbeiterin mit einer Bemerkung sexuell belästigt haben soll und ein Haus von der Stifterin jener Stiftung als Geschenk angenommen habe, die der ASFINAG ihre Räumlichkeiten vermietet. Den Vorwurf der sexuellen Belästigung hat Schierhackl bestritten.

Schierhackl begann seine Karriere 1997 in der ASFINAG als Abteilungsleiter Maut. Von 2005 bis 2007 war er Geschäftsführer der ASFINAG Maut Service GmbH, ehe er 2007 zum Vorstand der ASFINAG bestellt wurde. In diesen letzten Jahren habe sich die ASFINAG weiter positiv entwickelt und sich unter europäischen Autobahnbetreibern einen hervorragenden Ruf erarbeitet, "dafür spreche ich Dr. Schierhackl im Namen des gesamten Aufsichtsrates meinen Dank aus", sagte ASFINAG-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Franzmayr laut Aussendung.

Zweiter Rücktritt im Vorstand

Schierhackl wurde im Oktober 2007 zum Vorstandsdirektor der ASFINAG bestellt. Er verantwortete primär die Aufgaben der Finanzierung, des Rechnungswesens und Controllings, das Mautwesen sowie das internationale Geschäft. 2017 wurde er für weitere fünf Jahre als Vorstand für Finanzen der staatlichen Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG bestellt.

Mit dem Manager ist nun binnen kürzester Zeit der ganze Vorstand ASFINAG zurückgetreten. Im November war Karin Zipperer, bis dahin Technik-Vorstand, ebenfalls "auf eigenen Wunsch" zurückgetreten. Dem Duo Schierhackl/Zipperer wurden bei seinem Einstand im September 2017 Rosen gestreut, mit Karin Zipperer war erstmals seit Gründung der ASFINAG im Jahr 1982 eine Frau an der Spitze des Unternehmens.

Die ASFINAG wird ab dem 31. Jänner 2019 interimistisch von Gabriele Csoklich geführt, die derzeit das Konzern-Rechnungswesen leitet. Csoklich ist ist Gesamtprokuristin und Geschäftsführerin der ASFINAG European Toll Service GmbH und leitet seit 2008 den Bereich Finanzierung und das Konzern-Rechnungswesen.

Ungeachtet des Rückzugs von Schierhackl wird die eingeleitete Prüfung durch die vom Aufsichtsrat eingesetzte Untersuchungskommission fortgeführt. "Damit sollen allenfalls vorhandene strukturelle Schwachstellen im Compliance-Bereich sowie in der Unternehmenskultur der ASFINAG identifiziert werden, um für die Zukunft geeignete Maßnahmen zu setzen, um diese allfälligen Defizite beheben zu können."

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