Arbeitsmarkt: Nur sechs Prozent der Unternehmen wollen Jobs aufbauen

Österreichs Personalverantwortliche erwarten im vierten Quartal keine Entspannung am Arbeitsmarkt: Laut der Studie "Arbeitsmarktbarometer" wollen nur sechs Prozent der heimischen Arbeitgeber in den kommenden drei Monaten Jobs schaffen. Fünf Prozent der Befragten haben vor, Stellen abzubauen.

Arbeitsmarkt: Nur sechs Prozent der Unternehmen wollen Jobs aufbauen

In der Gastronomie und Hotellerie sind die Aussichten besonders trüb: Hier werden eher Jobs abgebaut als geschaffen.

Die heimischen Personalverantwortlichen geben sich zurückhaltend, was den Arbeitsmarkt betrifft. Bis zum Jahresende planen nur sechs Prozent der Arbeitgeber, neue Jobs zu schaffen. Fünf Prozent wollen Stellen reduzieren. Die große Mehrheit von 88 Prozent erwartet keine Veränderung. Somit zeichnet sich bis zum Jahresende kein nennenswerter Jobanstieg ab.

Für die Studie "Arbeitsmarktbarometer" der Zeitarbeitsfirma Manpower wurden insgesamt 751 personalverantwortliche Manager befragt. "Aufgrund des gedämpften Beschäftigungsausblicks für die kommenden Monate ist auch im vierten Quartal noch nicht von einer Entspannung der hohen Arbeitslosigkeit auszugehen", sagt Manpower-Geschäftsführer Erich Pichorner.

Sehr unterschiedlich fallen die Prognosen hinsichtlich der Unternehmensgröße aus: So erwarten große Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern substantielle Zuwächse von zwölf Prozent. Bei mittleren und Kleinstunternehmen ist die Stimmung mit plus einem Prozent hingegen gedämpft. Kleinunternehmen - zwischen 10 und 49 Mitarbeiter - erwarten keine Veränderung.

Vorarlberg positive, Kärnten negative Aussichten

Auch zeigt sich, dass in Vorarlberg, Salzburg und dem Burgenland von der Schaffung neuer Jobs ausgegangen wird, während in der Steiermark und Kärnten Rückgänge zu erwarten sind. Die besten Jobchancen gibt es demnach in Vorarlberg mit einem Netto-Beschäftigungsausblick von zehn Prozent. In Kärnten hingegen gehen die Prognosen in die entgegengesetzte Richtung: Dort erwarten die Personaler einen Abbau von minus zehn Prozent.

Der Netto-Beschäftigungsausblick ergibt sich aus der Einschätzung der Arbeitgeber, ob sie Personal einstellen oder reduzieren möchten. Der Wert ist saisonal bereinigt, um jahreszeitlich bedingte Schwankungen herauszurechnen.

Nach Sektoren aufgeteilt erwarten die Arbeitgeber im Bereich Finanzwesen und Dienstleistungen mit sechs Prozent den größten Personalzuwachs. Zusätzliche Arbeitsplätze werden außerdem bei der öffentlichen Hand, im Bauwesen und der Energieversorgung geschaffen. Den schwächsten Beschäftigungsausblick gibt der Sektor Gastronomie und Hotellerie mit minus zehn Prozent. Auch der Handel, die Landwirtschaft und der Bergbau erwarten Rückgänge.

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