Arbeitslosigkeit im Jänner unter 500.000 - Starker Anstieg bei Älteren

Arbeitslosigkeit im Jänner unter 500.000 - Starker Anstieg bei Älteren
Arbeitslosigkeit im Jänner unter 500.000 - Starker Anstieg bei Älteren

Der eisige und zum Teil schneereiche Jänner hat laut Sozialministerium die allmähliche Erholung am Arbeitsmarkt nunmehr etwas eingefroren. Die Zahl der offenen Stellen legte um 35,1 Prozent zu. Ein Plus gibt es auch bei den Lehrstellen. Alarmierend ist die Arbeitslosigkeit bei Älteren (50plus), die weiterhin stark angewachsen ist.

Wien. 493.852 Personen haben im Jänner eine Arbeit gesucht, was nach einem Rückgang im November und Dezember des Vorjahres nun einem Anstieg von 0,7 Prozent entspricht. 422.262 waren arbeitslos gemeldet, ein Rückgang von 0,6 Prozent. 71.590 Jobsuchende waren in Schulungen des AMS, das ist ein Zuwachs von 9,7 Prozent.

Ein starkes Plus gab es bei Älteren (50+) mit 7,2 Prozent bzw. 121.184 Arbeitssuchenden. 14,3 Prozent waren länger als ein Jahr arbeitslos, das ist ein Anstieg von 1,8 Prozent.

Ein beachtliches Plus gab es bei den offen gemeldeten Stellen - sie legten um 35,1 Prozent auf 45.165 zu. Auch bei den Lehrstellensuchenden gab es einen Lichtblick: Ihre Zahl ging um 2,5 Prozent auf 5.994 Personen zurück. Die Zahl der offenen Lehrstellen stieg um 16,8 Prozent auf 3.467.

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Jänner im Jahresvergleich recht unterschiedlich entwickelt. Während es in Niederösterreich ein Plus von 2,4 Prozent gab, verzeichnete Tirol einen Rückgang von 5,3 Prozent. In Wien sank die Zahl der Arbeitslosen um 0,8 Prozent. Führend bei den offenen Stellen war Vorarlberg mit einem Anstieg von 56,4 Prozent. Schlusslicht war Kärnten mit plus 11,8 Prozent.

Nach Branchen betrachtet gab es im Gesundheits- und Sozialwesen einen Anstieg von 1,5 Prozent, im Tourismus stieg die Zahl der Arbeitslosen um 0,4 Prozent. 42.025 waren in diesem Bereich auf Jobsuche, der zuletzt wegen angeblich fehlender Köche und Kellner für Aufsehen sorgte. Bei der Warenherstellung hingegen ging die Zahl der Arbeitslosen um 4,8 Prozent zurück.

Nach wie vor deutlich steigend ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ausländer. Sie legte im Jahresvergleich um 4 Prozent auf 123.886 zu. Damit stieg ihre Zahl im Jänner um 4.778 Personen. Bei Inländern gab es hingegen ein Minus von 2,5 Prozent auf 298.396. Dies geht aus den Zahlen des Sozialministeriums hervor.

Die Arbeitslosenquote auf Basis nationaler Berechnung beträgt 10,6 Prozent und liegt damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

"Der eisige und zum Teil schneereiche Jänner hat die allmähliche Erholung am Arbeitsmarkt nunmehr etwas eingefroren", heißt es heute dazu in der Presseaussendung des Ministeriums. Im Jahresvergleich sei die Zahl der unselbstständig Erwerbstätigen dafür um 58.000 Personen auf 3.543.000 gestiegen.

Fazit von Sozialminister Alois Stöger (SPÖ): "Die derzeit schwankende Entwicklung am Arbeitsmarkt mit Rückgängen und auch Monaten mit Anstiegen zeigt, das zwar Anzeichen einer Stabilität erreicht werden konnten, die Situation aber immer noch sehr angespannt ist." Er erinnerte daran, dass die Bundesregierung 70.000 neue Jobs schaffen will und das Thema Arbeitsmarkt im Zentrum der Regierungsarbeit steht.

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