Arbeitslosigkeit in Europa geht leicht zurück

Arbeitslosigkeit in Europa geht leicht zurück

Die Zahl der Arbeitslosen in der EU ist im Februar 2015 rückläufig im Vergleich zum Vorjahresmonat und sinkt unter der 10-Prozent-Marke. Gegenüber Januar 2015 ist die Zahl der Beschäftigungslosen fast unverändert. Ebenso rückläfuig ist die Jugendarbeitslosigkeit. Vor allem in Südeuropa kann noch lange nicht von einer Trendumkehr gesprochen werden. Die Jugendarbeitslosigkeit bleibt sehr hoch - im Schnitt noch über 21 Prozent. In Österreich ist die Zahl der Arbeitslosen leicht rückläufig.

Luxemburg/Brüssel. Die Arbeitslosigkeit in der EU und Eurozone bleibt ein großes Problem, weengleich sie im Jahresvergleich rückläufig ist. Im Februar waren in der Eurozone 11,3 Prozent der Erwerbsfähigen Menschen arbeitslos. Für die EU wurden nach jüngsten Daten von Eurostat 9,8 Prozent ausgewiesen. Österreich verzeichnete mit 5,3 Prozent - nach 5,6 Prozent im Febraur 2014. Österreich hat somit die zweitniedrigste Rate in der EU hinter Deutschland (4,8 Prozent). Schlusslicht ist weiterhin das schuldengeplagte Griechenland mit 26,0 Prozent, wobei die Athen-Daten noch vom Dezember 2014 stammen.

Im Jahresvergleich - Februar 2014 zu Februar 2015 - ist die Arbeitslosigkeit sowohl in der Eurozone (EU19) als auch in der EU deutlich zurückgegangen. In der Währungsunion von 11,8 auf 11,3 Prozent oder 18,2 Millionen Menschen. In der gesamten Europäischen Union mit den insgesamt 28 Mitgliedsländern ist die Arbeitslosenquote von 10,5 auf 9,8 Prozent im Jahresabstand gesunken. Rund 23,9 Millionen Menschen sind somit in der EU ohne Arbeit.

Hinter Griechenland verzeichnet Spanien mit 23,2 Prozent die höchste Arbeitslosenquote, gefolgt von Kroatien (18,5 Prozent), Zypern (16,3 Prozent), Portugal (14,1 Prozent), Italien (12,7 Prozent). Die Slowakei (12,3 Prozent), Frankreich (10,6 Prozent), Lettland (10,4 Prozent), Bulgarien (10,2 Prozent) und Litauen (10,0 Prozent) leiben noch über dem EU-Schnitt (siehe Tabelle, unten) . Großbritannien und Tschechien (je 5,5 Prozent), Österreich (5,3 Prozent) und Deutschland (4,8 Prozent) verzeichnen mit den niedrigsten Quoten zum Teil starke Rückgänge bei der Zahl der Arbeitslosen.

Jugendarbeitslosigkeit leicht rückläufig

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Jahresvergleich leicht rückläufig (siehe Tabelle unten) . In der Eurozone waren 22,9 Prozent der "unter 25-Jährigen" ohne Arbeit - das sind 3,24 Millionen Jugendliche. In gesamten EU (28 Mitgliedsstaaten) waren 21,1 Prozent der Jugendlichen ohne Arbeit, war einem Rückgang von 1,8 Prozentpunkten entspricht. 4,85 Millionene Jugendliche sind im EU-Raum insgesamt ohne Arbeit. Gegenüber dem Monat Jänner 2014 bleibt in der Eurozone mit 22,9 Prozent unverändert, ebenso in der EU mit 21,1 Prozent.

Die niedrigste Quote weist weiterhin Deutschland mit 7,2 Prozent auf, gefolgt von Österreich (9,0 Prozent) und den Niederlanden (11,0 Prozent). Schlusslicht ist Spanien mit 50,7 Prozent. Vor einem Jahr waren in Spanien noch 54,0 Prozent der Jugendlichen arbeitslos. Für Griechenland liegen derzeit nur Dezember-Zahlen vor: 51,2 Prozent der jungen Griechen sind ohne Arbeit. Italien folgt mit 42,6 Prozent arbeitslosen Jugendlichen direkt dahinter.

Die Arbeitslosigkeit in Europa

Land Arbeitslosenquote Februar 2015 Arbeitslosenquote Februar 2014 Jugendarbeitslosigkeit Februar 2015 Jugendarbeitslosigkeit Februar 2014
Griechenland 26,0* 27,3 51,2* 56,1
Spanien 23,2 25,2 50,7 54,0
Kroatien 18,5 17,3 46,4* 44,7
Zypern 16,3 15,6 34,2* 37,6
Portugal 14,1 14,9 35 36,1
Italien 12,7 12,5 42,6 42,5
Slowakei 12,3 13,8 24,9 31,8
Frankreich 10,6 10,1 24,7 23,7
Lettland 10,4 11,5 19,4* 20,1
Bulgarien 10,2 12,3 23,6 25,9
Litauen 10,0 11,3 18,5 20,7
Irland 9,9 12,1 21,6 26,2
Slowenien 9,4 10,1 19,1* 21,3
Finnland 8,5 8,4 21,4 20,1
Schweden 7,8 8,0 22,2 23,0
Polen 7,8 9,8 20,8 25,7
Ungarn 7,5 8,1 18,8** 20,8
Niederlande 7,1 7,9 11,0 13,8
Rumänien 6,4 7,0 23,6* 24,7
Estland 6,2 8,4 13,9** 15,4
Dänemark 6,2 7,0 10,2 13,5
Malta 5,9 6,0 11,8 13,5
Luxemburg 5,8 6,0 21,7 18,1
Großbritannien 5,5 7,1 15,9* 18,8
Tschechien 5,5 6,5 14,8 16,4
Österreich 5,3 5,6 9,0 10,9
Deutschland 4,8 5,1 7,2 7,9
Eurozone (EU19) 11,3 11,8 22,9 24,0
EU (EU28) 9,8 10,5 21,1 22,9
Quelle: Eurostat 31.3.2015 *Dezember 2014 **Januar 2015
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