Eine neue Apple-Show - 5 Beobachtungen zur Gerüchteküche

Eine neue Apple-Show - 5 Beobachtungen zur Gerüchteküche

CEO Tim Cook wird heute vor großer Techno-Audienz die digitale Welt wieder erklären.

Heute Abend wird der US-IT-Konzern Neues präsentieren. Die Gerüchteküche kocht. Ein neues Handy-Modell gilt als fix. Ebenso soll ein iPad geben. Neue Apps und Neuerungen zu Apple-TV gelten ebenso als fix. Und freilich wird schon darüber diskutiert, ob die neuen Chips und Kameras wirklich den großen Schub bringen. Die Anleger schauen ebenso mit aller Strenge auf die Novitäten. Der Kurs ist letztens unter der Börsenkrise in China kräftig in Turbulenzen geraten.

San Francisco ist heute Abend wieder der Nabel der Apple-Welt, seiner Aficionados sowie der Finanzwelt. Der US-Handy- und Computerkonzern Apple steht ein wenig unter Druck - wie jedes Mal im September, wenn das Weihnachtsgeschäft seinen Schatten voraus wirft. Und Apple neue Produkte ankündigt.

Doch dieses Mal gibt es einen nicht geringen Unterschied gegenüber den vorigen Produktankündigungen. Der neueste Wurf aus dem Apple-Imperium soll nicht nur die Techno-Welt beeindrucken, sondern auch von der verwöhnten Analysten- und Finanzwelt goutiert werden. Fünf wesentliche Eckpunkte wird die Präsentation bringen.

Apples letzter Wurf mit der Apple Watch scheint eher ein so lala zu sein. Noch ist die Computeruhr noch nicht so richtig in der irdischen, realen Welt bei Händlern und Kunden angekommen - von den Technofreaks einmal abgesehen, die ohnehin alles, was es aus Apple herauszuschneiden gibt, kaufen und konsumieren.

Apple braucht neue Umsatztreiber. Und ein neues Smartphone-Modell war seit dem Jahr 2007 schon immer ein probates Mittel, um den Konsum, und somit Umsatz und Gewinn von Apple, zu befeuern. Rund 60 Prozent des Umsatzes kommt ja bereits aus dem Verkauf von Handys, die ja nach Exklusivverträgen nun auch schon bei Markendiskontern als Abverkaufsware erhältlich ist (Hofer lässt grüßen!).

1. Neues Handy-Modell iPhone 6S

Apple nähert sich seit der Markteinführung im Jahr 2007 schnurstracks der 1-Milliarde-Marke verkaufter iPhones. Allerdings nicht zum Jahresende, sondern erst im ersten Quartal 2016 soll die Marke durchbrochen werden. Ende Oktober wird Apple insgesamt rund 850 Millionen Geräte verkauft haben.

Die Spekulationen reichen von einem neuen Display, das die Bedienerfreundlichkeit weiter vereinfacht. Eine neue Kamera und freilich ein neuer Chip sowie neue Funktionen sollen Apple helfen den Umsatzturbo wieder zu zünden. Videos sollen demnach mit Ultra-HD-Qualität auch am Handy aufgenommen werden können. Das Wall Street Journal will jedenfalls erfahren haben, dass Apple zum Jahresende bis zu 90 Millionen 6s und 6s Plus bei seinen Zulieferern bestellt hat.

2. Apple TV - einmal mehr (rund-) erneuert

Ohne Content kommt freilich keine Apple-Präsentation aus. Das Apple TV soll offenbar in rundum erneuerter Version auf den Markt kommen. Soll heißen: Eine neue Box, die mit dem TV-Gerät verbunden wird, soll neue Inhalte liefern. Apple-TV soll dafür einen eigenen, neuen AppStore anbieten. Nicht gratis, sondern gegen Gebühr können die Nutzer dort ihre Services beziehen. Und Preisfrage: Wer verdient dabei mit, wenn man nur über die Apple-Platform den Content beziehen wird? Und kann das Ding wirklich über die Sprachsteuerung bedient werden?

Es soll freilich den Spieltrieb der Aficionados besonders antreiben. Und auch die Bereitschaft für Extra-spendings befeuern. Dank neuer, zusätzlicher Apps soll das neue Apple-TV eine weitere Erlösquelle bringen. Und: Apple könnte künftig die beliebten Streamingdienste Netflix sowie Watchever auf seine eigene Plattform nehmen - so die Spekulationen.

3. Ein Tablet

Die Gerüchte halten sich hartnäckig, dass Apple auch eine neues Tablet auf den Markt bringen will. Angeblich gut informierte Techno-Blogs sind sich uneins - nach dem Motto: Nichts genaues weiß man nicht. So wird munter drauf los spekuliert. Aber vielleicht kommt dann doch alles ganz anderes. Apple braucht für den Oktober-Termin ein weiteres Gadget, mit dem die Aufmerksamkeit der ganzen Welt einmal mehr erregt werden soll.

Sicher in der allgemeinen Verunsicherung scheint nur: Das nächste iPad wird größer. Und es wird iPad Pro heißen. Und 1149 Euro soll es kosten - genauso viel wie der kleinste Laptop-Rechner von Apple kostet.

4. Der Aktienkurs

Wie immer in der letzten Woche vor großen Produktankündigungen zieht der Kurs tags zuvor an, allerdings nach Zickzack-Bewegungen. Unter dem Eindruck der China-Krise ging der Kurs auf Talfahrt. Allerdings: Die Apple-Aktie hat seit Anfang Juli kräftig verloren - sie hat von 132 Dollar bis heute einen Kursverlust von insgesamt 15 Prozent eingebüßt. Die Papiere notieren derzeit bei 113 Dollar.

Ein Viertel des Geschäfts erzielt Apple bereits in China. Analysten glauben dennoch, dass trotz der Turbulenzen der Absatzmarkt China noch genug Potenzial hat.

"Apple ist es gelungen, in China das Premium-Segment zu erweitern", sagt Analyst Ranjit Atwal vom IT-Marktforscher Gartner. "Viele Leute haben sich erstmals entschlossen, 700 oder 800 Dollar für ein Smartphone auszugeben, mehr als wir erwartet haben."

5. Über Uhren und Autos

Das Unerwartete hat auch Apple immer als Zuckerl noch parat. Um den Apple-Uhren einen neuen Dreh zu geben, wäre es kaum verwunderlich, würde CEO Tim Cook noch etwas zur Uhr bekanntgeben. Und zu den seit Monaten grassierenden Spekulation, dass Apple ein eigenes Auto bauen wird oder gar nur Software dafür entwickelt, könnte es auch noch News geben - wenn nichts Konkretes, sondern eine verdeckte, gar verhüllte Botschaft.

Zumindest um die Spekulationen zu befeuern, der Autoindustrie zu sagen, dass auch Apple noch da ist - was mehr als ein Gerücht sein könnte.

Die KTM-Fahrrad-Chefinnen: Johanna Urkauf (29) ist seit 2018 Geschäftsführerin beim größten Fahrrad-und E-Bike-Hersteller Österreichs. Carol Urkauf-Chen (62) zieht aber vorerst weiterhin die Fäden im Unternehmen.

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