Apple und SAP werden Partner: Apps für SAP-Kunden

Apple und SAP werden Partner: Apps für SAP-Kunden

Die Chefs sind sich einig: Apple-CEO Tim Cook (li.) und SAP-Vorstandschef Bill McDermott wollen kooperieren.

US-Konzern Apple richtet seinen Fokus auch verstärkt auf den Unternehmensmarkt aus. Der iPhone-Produzent will deshalb mit dem deutschen Softwarekonzern SAP kooperieren. Dabei soll die Basis für Apps gelegt werden, die die Einbindung der SAP-Software für die Nutzung an iPhone und iPad forcieren.

Cupertino (Kalifornien)/Walldorf. Apple kooperiert nach IBM auch mit dem deutschen Software-Konzern SAP, um stärker ins Geschäft mit Unternehmen zu kommen. In der Partnerschaft sollen Apps für iPhone und iPad entwickelt werden, die direkt in mit SAP-Programmen abgebildete Geschäftsprozesse eingebunden sind, wie die Unternehmen am Donnerstag ankündigten.

So soll Kunden von SAP der Zugriff auf die SAP-Firmensoftware sowie auf die SAP-Datenbank Hana via via iPad oder iPhone vereinfacht und optimiert werden. Große Datenmengen sollen somit auch über die SAP-Software in Echtzeit auch via Apple-Endgeräte genutzt werden können.

Die entsprechenden Software-Werkzeuge werden Entwicklern bis Ende des Jahres zur Verfügung gestellt, hieß es weiter. SAP wird mit einer neuen SAP-Academy für das Betriebssystem iOS von Apple deren Entwickler unterstützen. Der Unternehmensmarkt wird für Apple wichtiger: Die iPad-Verkäufe schwächeln seit einiger Zeit und zuletzt stoppte auch das jahrelang starke Wachstum im Smartphone-Markt.

Apple startete bereits 2014 eine ähnliche Partnerschaft mit IBM, in der ebenfalls Apps für Prozesse in verschiedenen Unternehmen und Branchen entwickelt werden. Danach folgte eine weitere Partnerschaft mit dem Netzwerkausrüster Cisco.

Die Kooperation mit SAP deutet daraufhin, dass Apple damit auch in den Bereich von IT-Diensten für Unternehmen vorstoßen will, die auch Microsoft stark im Visier hat. Microsoft versuchte zuletzt den anderen Weg. Statt nur mit Software will der Windows-Hersteller mit seinen jüngst auf den Markt gebracht Surface-Computer bei Geschäftskunden punkten. Und SAP hatte seinerseits bisher hauptsächlich seinen Fokus auf die Windows-Welt gerichtet.

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