Apple erhöht Dividende bis 2019 auf 300 Milliarden Dollar

Der US-IT-Konzern Apple verkauft überraschend weniger iPhones, kann jedoch den Durchschnittspreis des Cashcow-Produkts steigern. Freuen dürfen sich die Aktionäre über eine Erhöhung der Dividende. Bis 2019 wird um 50 Milliarden Dollar mehr ausgeschüttet. Der Aktienkurs legt vorläufig eine Pause ein.

Apple erhöht Dividende bis 2019 auf 300 Milliarden Dollar

US-Computer- und iPhone-Hersteller Apple hat die Zahlen fürs zweite Quartal 2017 präsentiert, die nicht so gut ausgefallen sind, wie erwartet wurde. Und dennoch: Der Apple-Konzern konnte bei Umsatz und Gewinn noch immer kräftig zulegen. Das iPhone bleibt die Cashcow. Überraschend gute Zahlen präsentiert Apple in der Computersparte mit zweistelligen Zuwächsen. Rückläufig ist der Verkauf der Tablet-Rechner iPad.

Der Konzern blickt selbst optimistisch in die Zukunft. Und der Konzern will auch seine Aktionäre für die Zukunft milde stimmen, die sich über eine satte Erhöhung der Ausschüttung freuen dürfen.

Profit für die Aktionäre

Bis März 2019 will Apple um 50 Milliarden Dollar mehr an die Aktionäre auszuschütten als bisher angekündigt wurde. Das Budget für die Ausschüttung wird somit auf 300 Milliarden Dollar erhöht. Apple steigt somit wieder zum weltgrößten Dividendenzahler auf und überholt Exxon, das den Computerkonzern zuletzt vom Spitzenplatz verdrängt hatte.

Die Aktionäre können sich aber auch schon in diesem Quartal vorläufig freuen, falls sie ihre Apple-Aktien bis 17. Mai in ihrem Depot halten. Sie bekommen eine Erhöhung der Quartalsdividende, die um 10,5 Prozent auf 63 Cent je Aktie angehoben wird.

Apple will außerdem das Aktienrückkauf-Programm im Volumen von 175 auf 210 Milliarden Dollar aufstocken. Damit will Apple freilich auch den Kurs halten. Rückkaufprogramme haben üblicherweise positive Auswirkung auf den Börsenkurs.

Schwächeln auf hohem Niveau

Der Umsatz ist im zweiten Geschäftsquartal (Abrechnung per 1. April) um 4,6 Prozent auf 52,6 Milliarden Dollar (Milliarde Euro) gestiegen. Der Gewinn wuchs um rund fünf Prozent auf 11,03 Milliarden Dollar. Sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn bleibt Apple unter den Erwartungen der Analysten.

Es wurde zuvor mit einem Absatz von rund 52 Millionen iPhones gerechnet. Unterm Strich waren es dann nur 50, Millionen Stück, was einem Rückgang von 400.000 Stück gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Trotz rückläufigem Verkauf bei der Cashcow iPhone konnte Apple den durchschnittlichen Verkaufspreis des Smartphones einmal mehr steigern von 642 auf 655 Dollar pro Stück.

Apple CEO Tim Cook bekräftigt dennoch, dass es eine "robuste Nachfrage" für das aktuelle iPhone-Modell 7 gibt. Beobachter führen den Rückgang bei der Stückzahlen auf die bevorstehende Markteinführung des nächsten iPhone-Modells im Herbst zurück. Kaufwillige Kunden würden demnach noch bis zum Jahresende warten.

Rekordfahrt mit Pause

Was auf den ersten Blick auf eine tadellose Bilanz hindeutet, wird von Investoren jedoch mit Enttäuschung hingenommen. Und dies macht sich freilich gleich an der Börse bemerkbar. Die zuletzt auf Rekordfahrt befindliche Apple-Aktie dürfte vorläufig eine Pause einlegen, nachdem zuletzt ein Rekordhöchststand nach dem anderen verzeichnet wurde und der Aktienkurs bereits fast 150 Dollar pro Aktie notiert hat.

In New York notierte die Apple-Aktie mit 147 Dollar noch um 0,63 Prozent höher. Apples Ergebnisse kamen allerdings erst nach Börsenschluss. In Europa hat der Aktienkurs von Apple am Mittwoch bereits um bis zu 1,7 Prozent nachgegeben.

Apple bleibt dennoch der teuerste Konzern der Welt. Das Unternehmen notiert derzeit bei einem Börsenwert von rund 790 Milliarden Dollar.

Unerwartet schwach ist das Umsatzwachstum beim iPhone. Der Umsatz der Cashcow ist gerade einmal um ein Prozent auf 33,24 Mrd. Dollar gestiegen, was rund 63 Prozent vom Gesamtumsatz ausmacht. Die Nachfrage sei schwächer, weil Apple im Herbst das Nachfolgemodell des aktuellen iPhone 7 auf den Markt bringt. Kräftig gewachsen ist hingegen der Umsatz mit Mac-Computern um 14 Prozent auf 5,8 Mrd. Dollar. Rückläufig ist hingegen der Umsatz bei iPad: Die Erlöse der Tablet-Rechner sind um 12 Prozent auf 3,9 Mrd. Dollar zurückgegangen.

Das Service-Geschäft hingegen verzeichnet kräftige Zuwächse und trägt als zweitgrößter Umsatzbringer zum Gesamtumsatz bei: Die Erlöse sind um 18 Prozent auf 7,0 Mrd. Dollar gestiegen. Unter der Rubrik "Other Products" wird sogar ein Umsatzzuwachs von 31 Prozent auf 2,8 Mrd. Dollar ausgewiesen. Darunter sind unter anderem auch die Verkäufe der Apple-Uhr ("Apple-Watch"), Apple-TV, Kopfhörer und iPod.

Rückläufige Umsätze in China

Während Apple in allen seinen fünf Marktregionen Umsatzzuwächse verzeichnen kann, sind die Erlöse in der Region "Greater China" rückläufig. Die China-Region trägt immerhin rund 20 Prozent zum Konzernumsatz bei. Im abgelaufenen Quartal ist der Umsatz allerdings um rund 14 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar zurückgegangen. In der Region Americas, die 41 Prozent am Gesamtumsatz hält, konnten die Erlöse um 11 Prozent zulegen. Ein Viertel der Umsätze kommen aus Europa. Hier konnte der Umsatz um rund zehn Prozent auf 12,7 Prozent erhöht werden. Japan wächst um fünf Prozent auf 4,4 Mrd. Dollar. Die fünfte und kleinste Vertriebsregion von Apple, "Rest of Asia Pacific", hat einen Umsatzschub von 20 Prozent auf 3,7 Mrd. Dollar verzeichnet.

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