Ankerbrot ist wieder auf Kurs und will expandieren

Der Wiener Traditionsbäcker Ankerbrot ist operativ wieder positiv. Die "verlustreichen Zeiten" sind laut Firmenchef Peter Ostendorf vorbei. Bis Ende 2015 sollen alle Filialen saniert sein und die Expansion in Westösterreich und Tschechien steht bevor.

Ankerbrot Firmenchef Peter Ostendorf

Ankerbrot Firmenchef Peter Ostendorf

Der Wiener Traditionsbäcker Ankerbrot befindet sich nach jahrelangen Verlusten offenbar wieder auf Kurs und hat das Geschäftsjahr 2013 operativ positiv abgeschlossen, berichtet das "WirtschaftsBlatt" im Voraus in seiner am Mittwoch erscheinenden Ausgabe. 2012 lag der Jahresverlust bei 562.000 Euro nach einem Minus von 4,7 Mio. Euro im Jahr 2011. Die Bilanz für 2013 wurde noch nicht veröffentlicht.

Der Umsatz ging laut Zeitungsbericht von 124,6 auf 122,3 Mio. Euro leicht zurück. Aus heutiger Sicht werde man auch heuer an den Umsatz von 2013 anknüpfen können, wird Firmenchef Peter Ostendorf zitiert. Ostendorf sieht die Redimensionierung der Firma abgeschlossen. Die Logistik wurde verschlankt, Lager und Produktionsfläche reduziert und das Filialnetz in den vergangenen drei Jahren um rund 60 auf 117 Standorte verkleinert.

Bis Ende 2015 sollen alle Filialen saniert werden. Außerdem will das Unternehmen wieder expandieren. Vor Kurzem hat Anker in Salzburg seinen zweiten Standort eröffnet, nach weiteren Franchise-Nehmern in Westösterreich halte man Ausschau. Auch eine Expansion ins angrenzende Ausland (Tschechien) sei in Planung. Einziger Auslandsmarkt ist bisher die Slowakei.

Im Herbst will Ankerbrot auch warme Speisen verkaufen. Zudem soll das Kaffee-Geschäft ausgebaut werden.

Ankerbrot gehört mehrheitlich (58,8 Prozent) Firmen aus dem Umfeld des Investors Erhard Grossnigg. 18,8 Prozent hält die Bäckerei Ölz. Nomos Beteiligungsverwaltungs GmbH von Ex-Hofer-Chef Armin Burger kommt auf 7,4 Prozent. Die restlichen 15 Prozent gehören Peter Ostendorf selbst. Die Firma beschäftigt rund 1.300 Mitarbeiter. In der Brotfabrik im 10. Wiener Bezirk verarbeiten 380 Mitarbeiter pro Jahr rund 38.000 Tonnen Mehl.

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