AMS Oberöstereich: Jeder dritte Asylberechtigte erhält einen Job

AMS Oberöstereich: Jeder dritte Asylberechtigte erhält einen Job

Flüchtlinge in Spielfeld. Im Dezember 2015 waren in Österreich 21.154 Asylberechtigte auf Jobsuche. Heuer rechnet das AMS mit rund 33.800 weiteren Asylberechtigten, die auf den österreichischen Arbeitsmarkt kommen.

Die oberösterreichische AMS-Chefin Birgit Gerstorfer ist optimistisch: Heuer soll jeder dritte als arbeitslos vorgemerkter Asylberechtigte einen Job bekommen. "Wir fürchten uns nicht" trotz Flüchtlingsstrom, so Gerstorfer.

Damit entgegnet sie Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP): Er meinte am Wochenende, dass "kurzfristig nur zehn Prozent" der Flüchtlinge im Arbeitsmarkt unterkommen.

Gerstorfer blickt nicht so pessimistisch in die Zukunft. Zumindest was den oberösterreichischen Arbeitsmarkt angehe sei "viel in Bewegung". Zwar melden sich ständig neue anerkannte Asylwerber arbeitslos, gleichzeitig werden aber andere vermittelt. "Es kommen nur leicht mehr, als gehen", beschreibt sie die Situation beim AMS Oberösterreich. Die Asylanträge würden auch heuer nicht auf einen Schlag bearbeitet, weshalb ihrer Ansicht nach keine Massen auf einmal auf den Arbeitsmarkt drängen. Allerdings will sie nicht abstreiten, dass die "Integration von Asylberechtigten eine Herausforderung" wird. Denn die Zahl der beim AMS gemeldeten stieg von 2014 auf 2015 im Schnitt um 28 Prozent, allerdings wuchs der Anteil der Arbeitslosen um nur 14 Prozent.

2015 fanden in Oberösterreich 1.166 anerkannte Asylberechtigte eine Beschäftigung. Ende Jänner 2016 waren 2.111 vorgemerkt, ein Drittel stammt aus Syrien. "Im Durchschnitt sind Asylberechtigte mit 143 Tagen nur geringfügig länger beim AMS vorgemerkt als die Grundgesamtheit mit 131 Tagen", so die Chefin. Im Dezember 2015 bezogen 3.267 Asylberechtigte in Oberösterreich eine Bedarfsorientierte Mindestsicherung.

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