Allianz und Snam wollen das Gasnetz der OMV übernehmen

Allianz und Snam wollen das Gasnetz der OMV übernehmen

Es gibt Interessenten für das Gas Connect Netz der OMV. Verbindliche Offerte sind Ende der Woche fällig.

Die Allianz (ISIN DE0008404005) ist Finanzkreisen zufolge zusammen mit dem italienischen Gasnetzbetreiber Snam (ISIN IT0003153415 ) im Rennen um die zum Verkauf stehende Gasnetz-Tochter der OMV (ISIN AT0000743059). Das Konsortium dürfte für den 49-Prozent-Anteil an Gas Connect Austria ebenso bieten wie der Infrastruktur-Investor Macquarie aus Australien und dem tschechischen Energiekonzern EPH, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am unter Berufung auf mit dem Verkauf vertraute Insider.

Die verbindlichen Offerten seien Ende der Woche fällig, sagten die Insider. Sie dürften zwischen 500 und 600 Millionen Euro liegen. Die OMV will mit dem Teilverkauf Geld für Investitionen in die Kasse bringen. Ein OMV-Sprecher sagte laut Reuters, die Verträge sollten bis Ende des Jahres unterschrieben werden.

Konsolidierung der Branche

Snam, schon jetzt der größte Gasnetz-Betreiber in Europa, will die Branche weiter konsolidieren. Das Unternehmen musste im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn- und Umsatzrückgang hinnehmen. Der Nettogewinn sank um 14,1 Prozent auf 526 Millionen Euro. Der operative Gewinn fiel um 14,3 Prozent auf 867 Millionen Euro. Der Umsatz ging um 45 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro zurück. "Wir arbeiten weiter an der Umsetzung unseres Strategien Plans mit dem Ziel, Italiens Position im europäischen Gassystem zu stärken", kommentierte SNAM-Chef Marco Alvera. Die Gas Connect Übernahme wäre für Alvera daher ein logischer Schritt

Der Teilverkauf der Gas Connect ist in Österreich allerdings umstritten. Das Pro-Lager befürwortet den Verkauf, weil wahrscheinlich ein hoher Preis erzielt werden kann, die Verkaufsgegner wollen einen sicheren Gewinnlieferanten nicht abstoßen und verweisen auf die infrastrukturelle Bedeutung.

Die Aktie des an der Borsa taliana notierte Gaskonzern Snam (ISIN IT0003153415 ) zeigt seit Jahren eine stabile, wenn auch nicht aufregende Entwicklung nach oben. Aktuell wird das Papier um 5,17 Euro gehandelt.

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