Alibaba erzielt am Single's Day Rekorderlös in Milliardenhöhe

Der diesjährige "Single's Day" hat gleich zu Beginn den Umsatzrekord gebrochen: Alleine in der erste Stunde ist am 11. November der Umsatz um 22 Prozent auf fast 11 Milliarden Euro gestiegen. Acht Stunden vor Geschäftsschluss wurde der bisherige Umsatzrekord des Single's Day gebrochen.

Alibaba erzielt am Single's Day Rekorderlös in Milliardenhöhe

Das Online-Schnäppchen-Event "Single's Day" wird in China mit Mega-Shows begleitet, an denen vor allem Top-Künstler aus den USA, Japan und China teilnehmen.

Shangha. Der chinesische Amazon-Rivale Alibaba ist der große Profiteur des erst vor zehn Jahren gegründeten Einkaufstag "Single's Day". Der Online-Gigant hat einen neuen Verkaufsrekord erzielt. Bereits am Nachmittag um 16.00 Uhr - also acht Stunden vor Schluss - konnte der der Vorjahresumsatz von rund 30 Mrd. US-Dollar (27,2 Mrd. Euro) übertroffen werden. Zum Geschäftsschluss hatte allein Alibaba auf seiner Platform Umsätze von knapp 35 Mrd. Euro - somit um 26 Prozent mehr als im Vorjahr - abgewickelt.

Und auch der Alibaba-Konkurrent JD.com spricht von einem erfolgreichen Single's Day. Der aufstrebende Konkurrent hatte eine elftägige Rabattaktion bis Montag um Mitternacht laufen. JD.com hat Käufe im Wert von umgerechnet rund 26,5 Mrd. Euro abgewickelt. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 30 Prozent.

Gleich zum Auftakt hat Alibaba am weltgrößten Online-Schnäppchen-Events einen neuen Umsatzrekord erzielt. In der ersten Stunde des "Single's Day" seien 84 Mrd. Yuan (10,88 Mrd. Euro) erlöst worden, 22 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Umsatzschwelle von einer Milliarde Dollar (907 Millionen Euro) bereits nach 68 Sekunden geknackt.

Bis zu 544.000 Bestellung wurden pro Sekunde abgegeben, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Analysten hatten Alibaba im Vorfeld Verkäufe im Wert von 37 Mrd. Dollar vorhergesagt. Allerdings waren Beobachter wegen der Konjunkturschwäche in China von einem langsameren Wachstum als in den Vorjahren ausgegangen. So waren in den Vorjahren die Zuwächse noch deutlicher ausgefallen. 2018 lag die Rate bei 27 Prozent, 2017 sogar bei 39 Prozent.

Mehr als 200.000 Markenartikelunternehmen sollen laut Alibaba an dem Event teilnehmen. Nebst Umsatzsteigerungen hat auch die Zahl der Online-Kunden kräftig zugelegt. Rund 500 Millionen Kunden seien heuer im Netz, was um rund 100 Millionen mehr sind als vor Jahresfrist.

2018 hatte Alibaba bei der mit dem "Black Friday" oder "Cyber Monday" vergleichbaren Aktion binnen 24 Stunden insgesamt rund 30 Mrd. Dollar (27,19 Mrd. Euro) umgesetzt. Das war zwar ein Plus von 27 Prozent zum Vorjahr, aber gleichwohl der prozentual geringste Anstieg in der zehnjährigen Geschichte des "Single's Day".

Der Singles Day am 11.11. galt in China unter Studenten ursprünglich als eine Art Anti-Valentinstag für Alleinstehende, weil das Datum nur aus Einsen besteht. 2009 begann dann Alibaba, seinen Kunden an dem Tag für 24 Stunden hohe Preisnachlässe zu gewähren. Zahlreiche Konkurrenten folgten dem Beispiel, wodurch der jährliche "Singles Day" zur großen Rabattschlacht wurde.

Viele Kunden in China warten auf den "Singles Day" und schieben geplante Großanschaffungen wie Elektronikartikel bis dahin auf. Auch im vergangenen Jahr bescherte der Tag den Onlinehändlern Verkaufsrekorde.

Top-Stars für die Kaufstimmung

Begleitet wird der Schnäppchenevent mit Mega-Shows weltberühmter Künstler, die für die Stimulierung der Kaufbereitschaft sorgen. Heuer hat der chinesische Pianist Lang Lang gemeinsam mit der deutsch-koreanischen Pianistin Gina Alice aufgespielt. Die Sängerinnen Taylor Swift aus den USA sowie die japanische Hanazawa Kana haben an der Perfomance ebenos teilgenommen.

Alibaba dominiert zwar den Markt, hat aber im Rivalen Konkurrenz. Zudem wird der Wettbewerber Pinduoduo beliebter, der Kunden in weniger wohlhabenden Städten Chinas umwirbt.

Alibaba hatte den "Singles Day" wie gewohnt am Vorabend mit einer großen TV-Gala eingeläutet. In diesem Jahr trat Taylor Swift als Stargast auf.

Alibaba rechnet damit, dass sich an dem durch teils hohe Preisnachlässe angefeuerten Kaufrausch rund 500 Millionen Menschen beteiligen. Das wären 100 Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Vergleichbar mit dem "Black Friday" und "Cyber Monday", den umsatzträchtigsten Tagen in den USA, hat das chinesische Einkaufs-Event das amerikanische Vorbild längst weit hinter sich gelassen. Mittlerweile werben auch in Deutschland Händler an dem wegen der vier Einsen im Datum genannten "Singles Day" mit Preisnachlässen.

Neben Alibaba punkten mittlerweile auch die chinesischen Rivalen des Branchenprimus wie etwa JD.com. Vor allem der erst vor vier Jahren gegründete Internetkonzern Pinduoduo hat sich mit seinem Fokus auf Chinas Landbevölkerung schnell nach vorne gekämpft. Das Einkaufsereignis gilt mittlerweile auch als Gradmesser für die Stimmung chinesischer Verbraucher.

Nach dem 11. November will Alibaba seine milliardenschwere Börsennotierung in Hongkong vorantreiben. Bei dem Zweitlisting will der Konzern noch in diesem Monat bis zu 15 Mrd. Dollar für Investitionen einsammeln.

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