AKV rechnet heuer wieder mit mehr Firmenpleiten

AKV rechnet heuer wieder mit mehr Firmenpleiten

Nach minimalem Rückgang im Jahr 2014 rechnet der AKV im heurigen Jahr wieder mit einer Zunahmen der Insolvenzen. Auch bei den Privatinsolvenzen wird mit einer Zunahme gerechnet: 10.000 Menschen werden 2015 laut Prognose in die Pleite schlittern - übert 500 mehr als im Vorjahr.

Wien. Im abgelaufenen Jahr 2014 hat es laut dem Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) österreichweit 5530 Firmeninsolvenzen gegeben. Das ist ein minimaler Rückgang von 1,7 Prozent. Mit 3280 wurden somit im Jahr 2014 um zwei Insolvenzen weniger eröffnet als 2013. Abgewiesen wurden 2250, ein Minus von vier Prozent. Privatinsolvenzen gab es 9464, davon wurden 8407 eröffnet - jeweils um rund sieben Prozent weniger als 2013.

Der Ausblick des AKV für heuer ist nicht der positivste. Es wird auf gedämpfte Wirtschaftsprognosen und eine Rekordarbeitslosigkeit hingewiesen, die den Konsumsektor belaste. Bei den Investitionen gebe es Zurückhaltung der Öffentlichen Hand wie auch von Unternehmen. Also gehen die Kreditschützer davon aus, dass das hohe Niveau von knapp 10.000 Privatinsolvenzen heuer gehalten werde.

Auch im Bereich der Firmeninsolvenzen sei für 2015 mit einem leichten Anstieg zu rechnen. Dies nicht zuletzt wegen einer restriktiven Kreditvergabe wegen der Rahmenbedingungen.

Immerhin die Gesamtpassiva aus den eröffneten Unternehmensinsolvenzen sind im vergangenen Jahr verglichen zu jenem davor deutlich gesunken - von 6,8 Mrd. Euro 2013 auf 3,4 Mrd. Euro 2014. Die Gesamtpassiva haben sich somit halbiert. Schließlich war 2013 das negative Rekordjahr von mehreren Großinsolvenzen - etwa der Pleite der Alpine Bau.

Die durch die Insolvenzen gefährdeten Arbeitsplätze gingen laut AKV von noch 32.829 im Jahr 2013 auf 19.818 im Vorjahr zurück - um fast 40 Prozent.

Nach Bundesländern gab es aber nur drei an der Zahl, in denen die Firmenpleiten (eröffnete und abgewiesene) zurückgingen - das waren 2014 im Jahresvergleich Kärnten (minus 16,06 Prozent), die Steiermark (-8,66 Prozent) und Niederösterreich (-5,25 Prozent). Sonst gab es durchwegs Zunahmen - prozentuell die stärkste in Vorarlberg mit 17,6 Prozent von 142 auf 167 Pleiten insgesamt, von denen 90 (+ 15,38 Prozent) tatsächlich eröffnet wurden.

Privatinsolvenzen gab es, so der AKV, insgesamt 9464, um sieben Prozent weniger als im Jahr davor. Pro Woche sind das 182 Privatinsolvenzen. 1.057 (minus 5,54 Prozent) wurden abgewiesen, 8.407 eröffnet (minus 7,17 Prozent).

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