Abgasskandal bringt auch Porsche Macan an die Box

Als Konsequenz aus dem VW-Skandal kommen nun auch die Abgas-Nachbesserungen für bis zu 630.000 Autos weiterer deutscher Hersteller in Gang. Opel, Mercedes und Porsche starten die angekündigten Rückrufe. Der Porsche Macan macht den Anfang.

Ein Porsche Macan in der Fertigungsstraße in Leipzig.

Ein Porsche Macan in der Fertigungsstraße in Leipzig.

Im vor knapp einem Jahr durch die Manipulationen in der Volkswagen-Gruppe aufgeflogenen Abgasskandal beginnt nun das große Aufräumen bei weiteren deutschen Herstellern, namentlich Opel, Mercedes und Porsche. Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte im Zuge der Abgasaffäre bei VW auch verschiedene Dieselmodelle dieser Hersteller untersucht und dabei erhöhte Stickoxid-Werte festgestellt.

Das KBA hatte daraufhin technische Nachbesserungen genehmigt. Im Zuge dieser Nachbesserungen, die den Rückruf von rund 630.000 Autos notwendig machen, werden die Fahrzeuge so umgerüstet, dass ihre Abgasreinigungsanlagen auch bei tiefen Temperaturen (ab 5 Grad plus) in vollem Umfang arbeiten statt wie bisher erst bei plus 17 Grad.

Die Rückruf- und Umrüstungswelle beginnt mit dem Porsche Macan. 10.500 ausgelieferte Macan Diesel werden dafür in die Werkstätten beordert. Alleine die Umrüstung dieser Auts soll jährlich geschätzte 32 Tonnen Stickoxid sparen. In der Folge kommen die weiteren Modelle der anderen Hersteller an die Reihe. Auch am neuen Opel Zafira, der erst zu Jahresende in den Handel kommt, muss vorab Hand angelegt werden.

Rückruf für 2,4 Millionen VW Diesel

Die Nachmessungen des KBA im Zuge des VW-Skandals hatten bei 22 von 53 Wagen verschiedener Hersteller Zweifel ergeben, ob ein Herunterregeln der Abgasreinigung bei niedrigeren Temperaturen mit dem Schutz des Motors zu begründen ist. Zusätzlich hat das KBA bekanntlich Volkswagen zu einem bereits gestarteten Rückruf von 2,4 Millionen Diesel-Fahrzeugen verpflichtet. In Österreich müssen 363.000 Autos in die Werkstatt.

Die Rückrufaktion ist für alle Autobesitzer verpflichtend, da es sich um eine „unzulässige Abschalteinrichtung“ handelt. In letzter Konsequenz könnte die Zulassung für die Autos entzogen werden, wenn die notwendigen Maßnahmen nicht umgesetzt werden.

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