Abgabenquote: 89 Cent Steuern und Abgaben für 1 Euro netto

Der österreichische Durchschnittsverdiener wird im europäischen Vergleich mit äußerst hohen Abgaben und Steuern belastet. Lesen Sie viel vom erwirtschafteten Euro an den Staat abgeführt werden muss. Ein EU-Vergleich.

Abgabenquote: 89 Cent Steuern und Abgaben für 1 Euro netto

Lohnnebenkosten: Viel Arbeit für den Staat

Österreich ist nicht nur bei der Höhe der öffentlichen Ausgaben in der europäischen Spitzengruppe anzutreffen. Auch die Belastung durch Steuern und Abgaben ist nur in wenigen Ländern höher als in Österreich. Trotz der Steuerreform 2016 liegt der österreichische Durchschnittsverdiener bei der Belastung des Faktors Arbeit im obersten Bereich. Mit anderen Worten: Gemessen an den Arbeitskosten verdienen die Arbeitnehmer nur in sechs Ländern netto weniger als in Österreich.

Über die gesamten Lohnnebenkosten tragen die österreichischen Arbeitnehmer nämlich deutlich mehr an Sozialabgaben und Steuern bei als auf den Lohnzetteln aufscheint.

Der europäische Durchschnitt bei Abgaben und Steuern pro Euro liegt bei 62 Cent. In Österreich ist der Schnitt deutlich höher.

Die Belastung der österreichischen Arbeitnehmer gehört damit zur europäischen Spitze. Jeder netto verdiente Euro wird mit 89 Cent Steuern und Abgaben belastet. Der OECD-Schnitt lag 2016 bei 62 Cent.

Für Steuern und Abgaben erhalten die Österreicher auch eine hohe Gegenleistung, etwa in Form von Gesundheitsversorgung und öffentlich finanzierter Bildung. "Die Leistungen sind in vielen Fällen gut, könnten aber in so manchen Fällen nachweislich kostengünstiger erbracht werden", moniert das Think Thank Agenda Austria.

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Zu den Personen:
Caroline Palfy (r.) ist neue Geschäftsführerin in der Handler Holding GmbH und verantwortet den Bereich Sustainable-Strategie. Das Familienunternehmen HANDLER ist Spezialist für hochwertige Bau- und Immobilienprojekte in Österreich.
Marieluise Krimmel ist Partnerin bei Deloitte in Wien im Bereich Audit & Assurance und ist in der Prüfung und Beratung tätig. Ihre Branchenschwerpunkte liegen neben der Industrie in der Immobilien- und der Bauwirtschaft.

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