Die 100 reichsten Österreicher 2017

Die 100 reichsten Österreicher 2017

Im großen trend-Ranking der 100 reichsten Österreicher des Jahres 2017 purzeln die Rekorde. Die Zahl der Milliardäre im Land ist auf 40 angewachsen. Ihr gemeinsames Vermögen liegt bei 140.000 Millionen Euro. Der erst 40-jährige Immobilieninvestor René Benko ist in die Top Ten der Rich-List 2017 aufgestiegen

Die Familien Porsche und Piëch sind die unangefochten bedeutendsten und wohlhabendsten in Österreich. Die von den beiden Clans kontrollierte Salzburger Porsche Holding, ist mit einem Netto-Umsatz von 21,1 Milliarden Euro das umsatzstärkste Unternehmen im Land (Vergleiche das Trend Top 500 Ranking 2017). Und die Familien sind mit ihren Beteiligungen an Porsche und Volkswagen sowie diversen Finanzanlagen und ihrem Immobilienbesitz auch mit großem Abstand die reichsten im Land.

Das in Stiftungen eingebrachte Vermögen der Familien beläuft sich den neuen Berechnungen des trend zufolge auf 35,7 Milliarden Euro. Damit ist ihr Vermögen knapp viermal so groß wie das des auf Platz zwei liegenden Red Bull Chefs Dietrich Mateschitz, dem 49 Prozent an dem Unternehmen gehören. Auf Platz drei folgt die Familie Ingrid Flick, die Erben des im Jahr 2006 verstorbenen Unternehmers und Milliardärs Friedrich Karl Flick.

Rene Benko - der Aufsteiger des Jahres

Einen großen Sprung nach vorne machte im trend-Ranking der Immobilieninvestor René Benko. Dank der allgemeinen Wertsteigerung von Immobilienanlagen und der gelungenen Karstadt-Sanierung hat Benkos Vermögen im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Benko wird nun auf 3,73 Milliarden Euro taxiert und nimmt damit den zehnten Platz in der trend-Reichstenliste des Jahres 2017 ein.

Das Immobilienvermögen der Signa Real Estate wird laut dem Wirtschaftsmagazin "trend" bereits auf 7,5 Milliarden Euro taxiert (nicht um die Verbindlichkeiten bereinigt). Noch beeindruckender ist die Entwicklung der Signa Retail: Der Turnaround der deutschen Karstadt-Kaufhausgruppe ist gelungen, der Sporthandelsbereich läuft erfolgreich, und Signa positioniert sich durch laufende Zukäufe auch als Macht im E-Commerce.

Erstmals scheinen auch vier Mitglieder der deutschen Familie Reimann im trend-Ranking der Reichsten auf. Sie haben die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen und steuern die Geschäfte ihres riesigen Konsumgüterkonzerns (u.a. Calgon, Clerasil, Kukident, Kaffee) über die JAB Holding in Wien. Die vier Austro-Reimanns kommen zusammen auf ein Vermögen von gut 13,2 Milliarden Euro.

Den größten Teil ihres Besitzes haben die Superreichen in Form von Unternehmensbeteiligungen und Immobilien. Weil in den letzten zwölf Monaten sowohl die Kapitalmärkte gut liefen als auch Firmenbewertungen und Immobilienpreise stiegen, sind die meisten großen Vermögen spürbar gewachsen. Die Aktie des Salzburger Kranherstellers Palfinger hat sich zum Beispiel zwischen den Bewertungsstichtagen Juni 2016 und Juni 2017 so gut entwickelt, dass der Anteil von Hubert Palfinger und seiner Familie jetzt um über 350 Millionen Euro mehr wert ist.

Insgesamt gibt es in Österreich nun 40 Milliardäre und 20 weitere Unternehmer und deren Familien mit einem Vermögen von mehr als 600 Millionen Euro.

Die reichsten Österreicher 2017

Rang Name Vermögen (in Mrd. €)
1 Familien Porsche & Piëch 35,70
2 Dietrich Mateschitz 9,13
3 Familie Ingrid Flick 8,00
4 Johann Graf 6,00
5 Karl Wlascheks Erben 5,11
6 Frank Stronach 40,3
7 Familie Swarovski 4,20
8 Maria-Elisabeth Schaeffler 4,13
9 Heidi Horten 3,80
10 René Benko 3,73

Die Bewertung

Die in der trend Liste der 100 reichsten Österreicher angegebenen Vermögensbeträge spiegeln drei unterschiedliche Vermögensarten wider.

  1. Stiftungsvermögen wie beispielsweise bei den Familien Porsche und Piëch.
  2. Beteiligungsvermögen , also direkt gehaltene Aktien oder Gesellschafteranteile.
  3. Erbschaftsvermögen

Vielfach gehen die Vermögen auf eine Kombination dieser Varianten zurück.

Die Berechnung der Liste wurde mit Hilfe verschiedenster Methoden erstellt: Die Werte beruhen einerseits auf den über die vergangenen Jahre erfolgten Erhebungen des trend. Zusätzlich wurden weitere Quellen (etwa vom Research-Haus Hurun, dem britischen Immobilienexperten Knight Frank oder Bloomberg-Analysen) herangezogen.

Mit Hilfe von Vermögensverwaltern oder Privatbanken wurden die Wertentwicklungen in den verschiedenen Anlagekategorien während der vergangenen zwölf Monate berücksichtigt. Bei börsennotierten Unternehmen wiederum wurde der Börsenwert der Beteiligungen mit Mitte Juni 2017 herangezogen. Bei nicht börsennotierten Betrieben wurden der Umsatz und/oder das Ebit mit einem je nach Branche entsprechenden Multiple zum Unternehmenswert hochgerechnet und dann mit einer Mittelwertanalyse nach dem Schweizer und dem Stuttgarter Verfahren verglichen.


Das komplette Ranking der 100 reichsten Österreicher des Jahres 2017 finden Sie in der trend PREMIUM Ausgabe 26-27/2017.

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