FedEx: Grünes Licht für Milliarden-Übernahme von TNT

FedEx: Grünes Licht für Milliarden-Übernahme von TNT

Die Übernahme im zweiten Anlauf: FedEx bekommt das TNT-Paket billiger - im zweien Anlauf.

Im zweiten Anlauf will der US-Logistikkonzern FedEx seinen Konkurrenten TNT nun übernehmen. Im Jahr 2016 soll die Übernahme besiegelt sein. 4,4 Milliarden Euro zahlt FedEx für TNT. Die EU-Kartellbehörde hat nun offenbar keine Einwände mehr.

San Francisco/Memphis (Tennessee)/Brüssel Der US-Logistikkonzern FedEx hat nach eigenen Angaben von der EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme des niederländischen Paketzustellers TNT Express bekommen. Die EU-Kommission habe beide Unternehmen darüber informiert, dass sie ihnen keine formelle Beschwerde übermitteln werde, teilten FedEx und TNT Express am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Die beiden Unternehmen wollen die Übernahme nun im ersten Halbjahr 2016 abschließen.

FedEx hatte im April angekündigt, TNT Express für 4,4 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Im Juli hatte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager jedoch eine genaue Untersuchung des Falls eingeleitet, weil sie Bedenken hatte, dass die Übernahme den Wettbewerb einschränken könnte.

Nach einer Fusion von TNT und FedEx würde es in Europa nur noch drei große Paketzusteller geben: FedEx, die Post-Tochter DHL und das US-Unternehmen UPS. Eine geplante Übernahme von TNT Express durch den FedEx-Konkurrenten UPS hatte die EU-Kommission vor zwei Jahren untersagt. FedEx ist in Europa aber weniger stark vertreten als UPS oder DHL.

UPS hatte im März 2012 knapp 6,8 Milliarden Dollar für TNT Express geboten, blies die Übernahme aber wegen des Widerstands seitens der EU-Kommission im Jänner 2013 wieder ab. TNT Express kündigte wenig später die Streichung von 4.000 Stellen und die Konzentration auf Europa an.

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