trend@venture: Die Sieger des Start-up-Wettbewerbs 2019

Lachender Sieger von trend@venture '19: das Grazer Start-up EET, Erfinder des "SolMate"

Lachender Sieger von trend@venture '19: das Grazer Start-up EET, Erfinder des "SolMate"

Großes Finale des trend-Start-up-Wettbewerbs trend@venture: EET überzeugt die fünfköpfige Jury mit dem besten Pitch des Abends und gewinnt bei der trend@venture Gala im Wiener T-Center den Preis als bestes Newcomer-Start-up des Jahres.

Der trend Start-up-Wettbewerb trend@venture '19 ist entschieden. Sieben Finalisten sind bei trend@venture-Gala im Wiener T-Center vor einer hochkarätigen fünfköpfigen Jury angetreten, um ihre Business-Modelle zu pitchen.

Großer Sieger des Abends ist das Grazer Start-up "EET " (www.eet.energy) rund um Christoph Grimmer, das mit seiner Klein-Photovoltaik-Anlage "SolMate" die Jury aus Jan Willem Stapel (Magenta), Doris Agneter (Tecnet Equity), Fredrik Debong (Co-Founder von mySugr und hi.health), Oliver Holle (Speedinvest) und Vanessa Voss (trend) überzeugt.

Es bedurfte allerdings eines zweiten Anlaufs, ehe Grimmer mit seinem "SolMate" als lachender Sieger das T-Center verlassen konnte - mit einem Barscheck über 8.000 Euro, gesponsert vom niederösterreichischen Technologiefinanzierer tecnet equity, einem Beratungsscheck über 5.000 Euro von Brandl & Talos Rechtsanwälte und 50 Stunden kostenloser Beratung, zur Verfügung gestellt vom Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG.

Vor zwei Jahren war Grimmer nämlich ebenfalls schon im Finale von trend@venture, musste sich damals aber noch knapp geschlagen geben. "Diese Hartnäckigkeit imponiert mir. Sie gehört belohnt", sagte dann auch Juror Oliver Holle mit einem Lachen, ehe er ergänzte: "Die Jury hat auch das Produkt überzeugt und wir stehen auch voll hinter der Idee."

Christoph Grimmer und der SolMate: Links das Speichermodul, rechts ein Photovoltaik-Panel, das Sonnenenergie sammelt.

Kleinst-Photovoltaik-Anlage

Die Idee des Grazer Start-ups war, eine Kleinst-Photovoltaik-Anlage für Haushalte zu bauen. Eine Anlage, die ohne komplizierte und teure Installierungsarbeiten ganz einfach an die Steckdose angesteckt wird, Sonnenenergie tankt, speichert und bei Bedarf zur Verfügung stellt. Das Speichermodul kann dabei 1 kWh Strom speichern - genug Energie, um etwa Essen zu kochen, beim Dinner die Energie für eine stimmungsvolle Beleuchtung und die Musikanlage zu liefern und danach auch noch die Reste im Kühlschrank bis zum nächsten Morgen frisch zu halten - ehe der Speicher wieder von der Sonne neu aufgeladen wird.

SolMate bringt die Sonne ins Haus

"Ich wäre auch noch ein drittes Mal gekommen, wenn ich heute nicht gewonnen hätte", scherzte Grimmer, der den SolMate-Besitzern auch die Hoheit über die selbst erzeugte Energie zurückgibt. Der mit den einfach zum Beispiel am Balkongeländer befestigten Panels erzeugte Strom wird rein für den Eigenbedarf geliefert - eben dann, wann SolMate erkennt, dass im Haus oder in der Wohnung des Besitzer Strom verbraucht wird. Die Technologie die das ermöglicht wurde von EET selbst entwickelt und ist das Herzstück der Photovoltaik-Anlage. "Ich halte nichts davon, eine Photovoltaik-Anlage zu kaufen und dann tagsüber, wenn niemand zuhause ist, Strom in das Netz einzuspeisen und dafür 5 Cent pro kWh zu bekommen und am Abend erst wieder 22 Cent pro kWh für den Eigenbedarf zahlen zu müssen", sagt Grimmer.

Und obwohl der SolMate eigentlich für Mieter oder Besitzer von Wohnungen entwickelt wurde erzählt Grimmer, dass er in der letzten Zeit immer mehr Anfragen von Hausbesitzern bekommt, die sich für den SolMate interessieren.

Weitere Finalisten und Gewinner


Swarm Analytics

Special Preis


Michael Bredehorn (l.) und Georg Westner

Das Start-up rüstet Videokameras mit einem Kit für die Echtzeitanalyse auf. Prototypischer Anwendungsfall ist die Verkehrsstromanalyse. Swarm Analytics hat bereits Kunden und Partner, nicht nur im Inland. Der Preis für die Start-up-Gründer: Für sie geht es nach Berlin in den Start-up-Hub hub:raum der Deutschen Telekom - zur Verfügung gestellt von Magenta .

www.swarm-analytics.com


ReWellio

Dritter Platz


Georg Teufl (r.)

Gründer Georg Teufl aus Bad Ischl trainiert mittels VR-Brille Schlaganfallpatienten wieder zurück ins Leben. Eingesetzt wird das Programm nicht nur von ersten Therapeuten in Österreich, rewellio hat seine Fühler auch bereits in die USA ausgestreckt. Auch Rewellio kann sich über Beratungsschecks von Brandl & Talos und KPMG freuen.

rewellio.com


Ondewo

Publikumspreis und zweiter Platz


Andreas Rath (l.) und Simon Wittrich

Die Ondewo-Gründer machen mit ihrer Plattform die Mensch-Maschine-Kommunikation unheimlich effizient und haben viele Einsatzmöglichkeiten: vom Callcenter bis zu sprachgesteuerten Robotern. Für Ondewo gibt es Beratungsschecks sowie als Publikumspreis eine Internet Flex Box von Magenta.

www.ondewo.com


Fincredible

Finalist


Christian Ochs, Stephan und Valentina Gasser, Karl Weinmayer und Alexander Eisl (v. l.)

Fintech. Als FINcredible bietet das Unternehmer-Quintett einen Bonitätscheck an, der die aktuelle Finanzsituation von Verbrauchern checkt und DSGVO-konform ist. Praktische App vor Mietvertragsabschlüssen. Der Kreditschutzverband KSV1870 ist 25-Prozent-Eigentümer von FINcredible

www.fincredible.eu


IDWELL

Finalist


Shajan Djannatian, Anna-Katharina Matzenberger und Alexander Roth (v. l.)

Proptech. Die Digitalisierung zieht in der Immobranche ein: iDWELL ist eine mobile CRM-Software speziell für die Immobilienverwaltung. Sie automatisiert Routineabläufe und reduziert den Kommunikationsaufwand zwischen allen Beteiligten im Immobilienmanagement - Hausbesitzern, Mietern und Verwaltern effzient und einfach über eine Plattform bzw. App.

www.idwell.at


Jaasper

Finalist


Helmut Ablinger (r.) und Klemens Dickbauer

Legaltech. Verbraucher mit juristischen Problemen können entspannt sein wie die beiden Gründer. Über die Plattform kommen sie zu einer Rechtsvertretung zum Fixpreis von 99 Euro, der nur im Erfolgsfall zu zahlen ist.

www.jaasper.com

Der Wettbewerb

Gesucht wurden bei trend@venture 2019 wieder einmal der beste Newcomer unter den Startups in Österreich. Alle jungen Gründer aus dem Soft- und Hardwarebereich konnten sich bewerben. Nach einer Vorausscheidung durften sieben Start-ups beim großen Event im T-Center in Wien vor der Topjury um die Preise in einer Gesamthöhe von fast 30.000 Euro pitchen.

trend@venture Gala 2019 im T-Center bei Magenta


Die Preise

  • Das Siegerteam erhält einen Scheck über 8.000 Euro vom niederösterreichischen Technologiefinanzierer tecnet equity.
  • Von Magenta Telekom gibt es eine flexible Internet Box - inklusive Gratisnutzung für zwei Jahre.
  • Brandl & Talos Rechtsanwälte vergeben drei Beratungsschecks in der Gesamthöhe von 10.000 Euro.
  • Vom Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG erhalten die Sieger ebenfalls Beratungsschecks in der Gesamthöhe von 10.000 Euro.
  • Und ein Unternehmensporträt im trend sorgt für die mediale Aufmerksamkeit.

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