Telekom Austria übernimmt Mehrheit an Start-up Invenium

Das Start-up Invenium, ein Spin-off des Know-Centers an der TU Graz, wird Teil der A1 Telekom Austria Group. A1 Group CEO Thomas Arnoldner gab die mehrheitliche Übernahme des Unternehmens bekannt.

Michael Cik, Founder und CSO von Invenium, A1 Group CEO Thomas Arnoldner, Barbara Eibinger-Miedl, Wirtschafts- und Forschungslandesrätin Steiermark, Stefanie Lindstaedt, CEO Know-Center

Michael Cik, Founder und CSO von Invenium, A1 Group CEO Thomas Arnoldner, Barbara Eibinger-Miedl, Wirtschafts- und Forschungslandesrätin Steiermark, Stefanie Lindstaedt, CEO Know-Center

Das Technologie-Start-up Invenium, das 2016 als erstes Spin-off des Know-Centers an der TU Graz gegründet wurde, hat einen neuen Mehrheitseigentümer. Die A1 Telekom Austria Group hat die Mehrheit an der Company übernommen. Der Kaufpreis wurde nicht bekanntgegeben.

Invenum arbeitet an Bewegungsdaten-Analysen und liefert wichtige Erkenntnisse, die etwa für Touristiker, Unternehmen sowie Regionen und Gemeinden höchst relevant sind. Selbstredend auch für A1, das mit A1 Mobility Insights ein kommerzielles Produkt auf Basis der TÜV-geprüften und datenschutzkonformen Plattform anbietet.

Invenium war bereits seit 2017 Member des „A1 Start Up Campus“, der junge Unternehmen bei der Realisierung von Innovationen durch die Bereitstellung von Know-how und Infrastruktur unterstützt. „Der Einstieg der A1 Telekom Austria Group im Jahr 2017, sowie die Aufstockung der Beteiligungsanteile sind ein Beweis, dass wir mit der Analyse von Bewegungsdaten frühzeitig einen „Need“ erkannt haben und über die letzten Jahre auf dem richtigen Weg sind", sagt dazu Michael Cik, Founder und CSO von Invenium. Das nun folgende engere Zusammenrücken der beiden Unternehmen soll Invenum auch ermöglichen, sich am internationalen Markt zu etablieren.

Daten für Corona-Krisenbekämpfung

“A1 Mobility Insights hat sich bereits bei der Corona-Krisenbewältigung als hilfreich erwiesen und kann sich nun auch durch den Beitritt zum HERE Marketplace im Wettbewerb mit den weltweit größten Anbietern behaupten. Damit ist diese Kooperation auch ein Erfolgsbeispiel für den wichtigen Aufbau einer europäischen Datenökonomie“, betont A1 Group CEO Thomas Arnoldner.

In vielen Bereichen der Wirtschaft und des kommunalen Lebens spielt die Frage der geografischen Herkunft der Gäste, Kunden oder Pendler eine zentrale Rolle. So ist es zum Beispiel für Touristiker spannend zu wissen, welche Gäste Sehenswürdigkeiten in welcher Reihenfolge und zu welchen Uhrzeiten verstärkt frequentieren. Aber auch Städte und Gemeinden benötigen zur Verkehrsplanung tiefe Einblicke in das Mobilitätsverhalten ihrer BürgerInnen. Mit A1 Mobility Insights stellt A1 ein Dashboard zur Verfügung, das diese Fragen beantworten kann. Dabei werden anonymisierte und pseudonymisierte Daten aus dem Mobilfunknetz von A1 kumuliert und analysiert. Ein Rückschluss auf einzelne Personen ist per Design nicht möglich.

Die Zusammenarbeit mit Invenium ist für Arnoldner ein gutes Beispiel für den Einsatz innovativer Technologien aus Österreich und den Ausbau eines digitalen Ökosystems gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Martin Fellendorf, Leiter des Instituts für Straßen- und Verkehrswesen der TU Graz, gratuliert Invenium zu dem wirtschaftlichen Erfolg: „Für einen Wissenschaftler ist es eine besondere Bestätigung, wenn die grundlegenden Forschungen, die vor zehn Jahren mit der Integration von Verkehrsmodellen und Mobilfunkdaten als neuer Datenquelle begonnen wurden, zu einem praktischen Nutzen führen.“

Mit den Einnahmen, die sich aus dem Exit ergeben, werden zudem dem Know-Center der TU Garz die Forschungskosten ersetzt und zugleich neue Forschungsarbeiten finanziert. Ein Teil dieser Erträge fließt in unternehmerische Aktivitäten, um weitere Spin-offs ins Leben zu rufen. "Unsere Vision ist, in den nächsten zehn Jahren weitere zehn Spin-offs zu gründen, um die digitale Transformation in Österreich voranzutreiben. Dafür sind wir auf der Suche nach Investoren, die diesen Weg mit uns gehen“, sagt Stefanie Lindstaedt, CEO des Know-Centers dazu.

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