Swell gewinnt Start-up Wettbewerb trend@venture 2016

Swell gewinnt Start-up Wettbewerb trend@venture 2016

Start-up am Sprung ins große Geschäft: Swell, Sieger von trend@venture 2016

Das Start-up Swell gewann den mit zahlreichen Preisen und 8.000 Euro in bar dotierten trend@venture Wettbewerb 2016. Den Publikumspreis gewann das außer Konkurrenz angetretene Unternehmen "Refugees Work"

Eine Idee für Millionen, aber noch lange keine Millionen für eine Idee - das ist das Schicksal der meisten Start-ups. So auch der acht plus einem in der offiziellen Wertung außer Konkurrenz bei trend@venture 2016.

Millionen gab es am Abend des 9. Mai bei den Live-Pitches im Wiener T-Center von Gastgeber T-Mobile nicht zu gewinnen, aber dennoch zahlreiche Preise. Den Publikumspreis gewann das beim eigentlichen Wettbewerb außer Konkurrenz geführte Start-up "Refugees Work" (www.refugeeswork.at), das Flüchtlinge in Österreich und Unternehmen, die Mitarbeiter suchen, zusammenbringt.

Die großen Sieger des Abends waren jedoch die Gründer von "Swell", einem Wiener Start-up, dessen Gründer Peter Buchroithner, Philipp Holly und Manfred Strasser bereits drauf und dran sind, die Welt zu erobern. Mit ihrer App, die es Benutzern einfacher machen soll, alltägliche Entscheidungen zu fällen und die gleichzeitig für Unternehmen ein hervorragendes Meinungsforschungs-Tool ist, konnten sie bereits die Investoren Hansi Hansmann und Stefan Kalteis überzeugen. Beide haben sich mit je 200.000 Euro an dem Unternehmen beteiligt.

Nun hat das Trio, das auch den Spruch des Abends lieferte ("Wir sind zum dritten Mal dabei, jetzt wollen wir den Schaß auch gewinnen"), auch die trend@venture Jury überzeugt. Sie gewannen den Hauptpreis von trend@venture 2016: 8.000 Euro in bar von tecnet equity, einen Beratungs-Scheck für Rechtsanwalts-Dienstleistungen über 5.000 Euro von BTP Nährboden und einen Stand am Pioneers Festival 2016, das am 24. und 25. Mai in der Wiener Hofburg stattfindet.

Die weiteren Gewinner

Den Special Award - einem von T-Mobile gesponserten Arbeitsplatz im Co-Working-Space Hub:Raum in Berlin - gewann Sportvideos365. Das Unternehmen bringt Videos von Amateur-Sportvereinen, Torszenen von Jugendfußballspielen und mehr near-live ins Internet.

Die jeweils mit einem Beratungsscheck über 2.000 Euro prämierten Plätze zwei und drei in der Gesamtwertung gingen an das Studenten-Service "Unispotter" und den Leuchten-Innovator "Luke Roberts".

Für den Wettbewerb, der heuer bereits zum vierten Mal stattfindet, wurden aus über 100 Einreichungen in einem aufwändigen Prozess acht Finalisten ausgewählt, die ihre Ideen vor einer hochkarätigen Jury präsentierten. In der Jury brachte Doris Agneter ihre Expertise als Chefin von tecnet equity, dem niederösterreichischen Technologiefinanzierer, mit ein. tecnet equity hält unter anderem Beteiligungen an spannenden Start-ups wie Wikitude, VisoCon oder indoo.rs.

In der Jury waren weiters der Hausherr, T-Mobile-Chef Andreas Bierwirth, der auch privat in Start-ups investiert, sowie Hansi Hansmann, der profilierteste Business Angel des Landes und Andreas Tschas, Co-Gründer von Pioneers. Komplettiert wurde die Jury von trend-Redakteurin Vanessa Voss.

Die Finalisten von trend@venture 2016 im Überblick

1. KLAITON

Die Idee zu Klaiton sei ihnen beim Cocktail gekommen, sagt Unternehmensberaterin Tina Deutsch (Foto mit Co-Founder Nikolaus Schmidt). Schon länger hätten sie und ihre Kollegen sich die Frage gestellt, ob man hochkomplexe Beratungsleistungen auch online verkaufen kann. Gesagt, getan. Klaiton - der Name lehnt sich an den Innovationsforscher Clayton Christensen an -ist eine Ausschreibungsplattform für Unternehmensberatung. Das Wiener Start-up unterzieht die selbstständigen Consulter dabei einem harten Auswahlverfahren. 70 Unternehmensberater dürfen derzeit via Klaiton ihre Dienste anbieten, große Kunden wie Raiffeisen oder Volksbank wurden bereits beraten. Beteiligt ist etwa die ehemalige WU-Vizerektorin Regina Prehofer.

klaiton.com

2. LINEAPP

Teamkommunikation vereinfachen wollen Gründer Alexander Kränkl (Ex-Grothusen-Eigentümer, Bild 2. v. l.) und sein Team. Der Name Lineapp ist Programm: Einmal installiert, funktioniert das Handy oder Tablet wie ein Walkie-Talkie. Ein Tipp aufs Display genügt, schon verbindet sich das innovative Funkgerät über das lokale WLAN-Funknetzwerk mit anderen Nutzern der App. Damit eignet sich Lineapp perfekt für die interne Kommunikation etwa im Eventbereich oder bei Sportveranstaltungen. Bereits jetzt nutzen 16.000 Kunden in 160 Ländern die App; bis Ende des Jahres sollen es 50.000 sein. Geld verdient das Start-up mit einem Freemium-Modell: Testen lässt es sich gratis, mehr Funktionen gibt es gegen eine regelmäßige Gebühr.

lineapp.pro

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