Strabag schnappt sich Salzburger Start-up

Der österreichische Baukonzern hat sich beim Salzburger Industriereinigungsspezialisten Egger PowAir die Mehrheit gesichert. erst im Jahr 2014 gegründeten Industrie-Reinigungsspezialisten

Strabag schnappt sich Salzburger Start-up

Salzburg/Wien. Start-up einmal anders: Der Salzburger Egger PowAir ist kein Internet oder App-Company mit relativ weichem Business-Modell. Das erst im Jahr 2014 ist im sogenannten Old Economy-Business tätig. Und dürfte mit einer neuen Reinigungsmethode so erfolgreich sein, dass der börsennotierte Baukonzern Strabag sich nun gleich mit 75 Prozent beteiligt.

Das bisher von Robert Egger gegründete Unternehmen setzt auf die umweltschonende Reinigung von Maschinen, Industrieanlagen sowie Produkten mit empfindlichen Oberflächen (Computerchips, Briefmarken, Museumsstücke). Der Unterschied zu herkömmlichen Reinigungsverfahren: Unternehmensgründer Robert Egger hat im Lauf der Jahre marktübliche Geräte modifiziert mit dem Ziel „kalter Trockendruckluft und sonst nichts…“ bei der Reinigung einzusetzen. Dabei wird Druckluft als Hauptreinigungsmittel eingesetzt. Das Start-up reinigt maschinelle Anlagen daneben auch mit Trockeneisstrahlen, Trockeneisreinigung und Sandstrahlen.

Reinigung von sensiblen Oberflächen

Durch die Zugabe von verschiedenen schadstofffreien Strahlmitteln wie zum Beispiel Glas ist Egger PowAir Cleaning in der Lage, 90 Prozent aller in der produzierenden Industrie anfallenden technischen Reinigungen zu übernehmen. Wasser oder chemischen Zusätzen werden dabei nicht eingesetzt. Neben dem zertifizierten Reinigungsverfahren ist der zeitlich und räumlich hoch flexible Einsatz der Reinigungsteams mit der zugehörenden Technik das Alleinstellungsmerkmal, betont Strabag.

Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Über eine Kapitalerhöhung wird die Strabag mit 75 Prozent an Egger PowAir beteiligt sein. Das Start-up will ihren Umsatz in den kommenden zwei Jahren auf 4 Mio. Euro steigern und vor allem international mit der Hilfe von Strabag expandieren. 2016 erwirtschaftete das Start-up mit 15 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Zu den prominenten Kunden zählen unter anderen ABB, ÖBB, Stora Enso, OMV, Siemens oder Schiffswerften.

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