Stimmungsbarometer für Unternehmen

Die Gründer von TeamEcho, David Schellander und Markus Koblmüller, mit einem ihrer zufriedenen Kunden, dem Geschäftsführer von epunkt, Sam Zibuschka (von links).

Die Gründer von TeamEcho, David Schellander und Markus Koblmüller, mit einem ihrer zufriedenen Kunden, dem Geschäftsführer von epunkt, Sam Zibuschka (von links).

Das oberösterreichische Start-up TeamEcho hilft dabei, stets am Puls der Mitarbeiter zu sein.

Echtzeit. Das ist der Knackpunkt, der USP, das Besondere von TeamEcho. Denn Mitarbeiterbefragungen gibt es viele, oft im Zweijahresrhythmus abgehalten mit Ergebnissen, die, wenn sie dann nach wochenlanger Auswertung präsentiert werden, schon längst wieder überholt sind. "Unser Ziel ist es, unseren Kunden zu ermöglichen, jederzeit herauszufinden, wie es ihren Mitarbeitern gerade geht, wie hoch die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz ist und wo möglicherweise Probleme am Entstehen sind." So umschreibt CEO und Co-Founder Markus Koblmüller die Intention des oberösterreichischen Startups, das für den Absolventen der Studien Sozialwirtschaft und Philosophie bereits das vierte Start-up in Folge ist.

Die Grundidee stammt von einem ehemaligen Mitgründer, der als Angestellter bei einem IT-Unternehmen die Erfahrung gemacht hatte, dass der Geschäftsführer keine Ahnung davon hatte, wie unzufrieden seine Mitarbeiter eigentlich sind. Zusammen mit dem Industriedesigner David Schellander begannen die beiden an dem Konzept einer Echtzeiterhebung der Mitarbeiterzufriedenheit zu arbeiten.

Mit der Softwareschmiede Catalysts in Hagenberg wurde rasch ein strategischer sowie wirtschaftlicher Partner gewonnen, der auch das Coding übernahm. Das war im März 2015. Seither konnte TeamEcho seine Software, die in Lizenz vertrieben wird, an über 100 Unternehmen ausliefern, unter anderen an Magna, EY, Sodexo oder auch die Stadt Enns oder die Linz AG; erzielt wird ein sechsstelliger Umsatz, nun wird der Ausbau des Vertriebs in die D-A-CH-Region vorangetrieben.

Die Mitarbeiter der Unternehmen erhalten dabei in der Regel wöchentlich zwei bis drei kurze Fragen, die auch wissenschaftlich fundiert sind. Koblmüller: "Das Wichtigste sind die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt." Die Rücklaufquote beträgt rund 70 Prozent - ein sehr hoher Wert, schließlich ist es auch für die Mitarbeiter wichtig, ihr Feedback geben zu können. "Unsere Vision ist es", resümiert Koblmüller, "dass jeder gerne in die Arbeit geht."


Die Geschichte ist der trend-Ausgabe 18/2018 vom 4. Mai 2018 entnommen.

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