Ministerien und AWS fördern Start-ups am Land mit bis zu 50.000 Euro

Ministerien und AWS fördern Start-ups am Land mit bis zu 50.000 Euro

Harald Mahrer und Reinhold Mitterlehner:

Das Wirtschaftsministerium und das Landwirtschaftsministerium fördern gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) Gründungen im ländlichen Raum: Geschäftsideen, die im Einklang mit dem Regionalkonzept stehen, werden mit bis zu 50.000 Euro gefördert.

Das Konzept, mit dem die Initiatoren Unternehmensgründer im ländlichen Raum fördern, wird heuer zum zweiten Mal wiederholt. "Der Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung und Weiterentwicklung von bevorzugt technisch-innovativen Investitionsvorhaben, die im Einklang mit dem jeweiligen Regionalkonzept stehen müssen, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat", heißt es in einer Presseaussendung des AWS.

Bis 2020 sollen durch das Programm "Gründung am Land" 50.000 Neugründungen und 100.000 neue Arbeitsplätze in Österreich geschaffen werden. Um das Innovationspotential und den Unternehmergeist zu nutzen, stelle man 1,3 Millionen Euro für das Förderprogramm zur Verfügung, heißt es von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Staatssekretär Harald Mahrer.

Was gefördert wird: Die Details

Das Programm richtet sich an Projekte in der Gründungsphase sowie an bestehende Unternehmen der Region, die höchstens fünf Jahre alt sind. Gefördert werden vorrangig materielle und immaterielle Investitionskosten: Zu den materiellen Investitionskosten zählen dabei Kosten für Errichtung, Erwerb, Leasing, Modernisierung von unbeweglichen Anlagevermögen genauso wie Kosten für Neukauf oder Leasing von Maschinen und Anlagen. Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf von Computersoftware, Patenten und Lizenzen, Copyrights und Marken sind Beispiele für immaterielle Investitionskosten. Sämtliche Kosten, außer jenen für Beratungen, müssen aktivierbar sein.

Der Call „Gründung am Land" startet am 1. September 2016 und endet am 15. Oktober 2016 um 12:00 Uhr. Einreichungen können ausschließlich online über den aws Fördermanager erfolgen. Die Auswahl erfolgt nach dem Wettbewerbsprinzip in einem zweistufigen Prozess. Die finale Förderentscheidung erfolgt auf Vorschlag einer externen Jury durch die aws.

Pro ausgewähltem Unternehmen ist eine maximale Förderung (nicht rückzahlbarer Zuschuss) von 50.000 Euro – bei maximal 55 Prozent der förderbaren Kosten – vorgesehen. Der Projektzeitraum beträgt typischerweise zwölf Monate. Die Auszahlung erfolgt in einer Tranche anhand eines Projektkonzeptes nach der Beendigung des Vorhabens. Angesprochen werden innovative Handwerke, verarbeitendes Gewerbe und industrielle Erzeugung, innovative Dienstleistungen sowie neue Produkte und Dienstleistungen in der Region, die der Ergänzung von regionalen Wertschöpfungsketten dienen. Wesentliche Beurteilungskriterien sind der Innovationsgrad (neu in der Region), Möglichkeiten zur Absicherung des geistigen Eigentums aus dem Gründungsvorhaben, beziehungsaweise die wahrscheinliche Kommerzialisierbarkeit.

Rückblick: 100 Bewerber im letzten Jahr

In der ersten Phase von „Gründung am Land" hatten sich an die 100 Unternehmen beworben. Eine Expertenjury hat dann die besten 18 Projekte ausgewählt. Die Palette der Projekte reichte von innovativen Handwerkscluster, neu beschichtete Holzplatten, die Gewinnung von pflanzlichen Wertstoffen bis hin zu einer neuen mobilen Erfassung von Arbeitszeiten.

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