Startup presono bekommt eine Million als Anschubhilfe

Startup presono bekommt eine Million als Anschubhilfe

Die erfolgreichen Gründer Martin Behrens (CEO, r.), Hannes Freudenthaler und Martin Luftensteiner (l.) von presono.

Drei Startup-Gründer aus Linz lukrieren für ihre innovative Präsentationssoftware ein Investment von einer Million Euro. Mit an Bord sind dabei namhafte Geldgeber.

Dass den drei Gründern in Linz ihr Husarenstück gelingen könnte, daran glaubte fast niemand. "Wir haben viele Kritiker gehabt, die uns nicht zutrauten, dass wir unser Produkt bereits verkaufen können, bevor wir es überhaupt programmiert haben“, resümiert Co-Founder und CEO Martin Behrens. Doch dem Team von presono gelang das schier Unmögliche: Es überzeugte vier namhafte Unternehmen, darunter Greiner Packaging und den Werkzeugbauer Haidlmair, von der Idee einer völlig neuen, auf die Bedürfnisse von Unternehmen maßgeschneiderten Präsentationssoftware. Dafür waren diese sogar bereit, die Entwicklungsphase nicht nur in Form von Feedback-Runden, sondern auch mit regelmäßigen Zahlungen zu unterstützen und so dem Start-up von Anfang an ein Einkommen zu sichern - wovon die meisten Gründer nur träumen können.

Die Idee dafür stammt ursprünglich von Co-Gründer Hannes Freudenthaler, der in seinem Beruf als Marketingmanager mit den klassischen Präsentationstools unzufrieden war und verzweifelt nach einer innovativen Lösung suchte. In einem Gespräch mit seinen Freunden, dem Multimedia-Projektmanager Behrens und dem Softwareentwickler Martin Luftensteiner, entstand vor zwei Jahren der Plan, etwas völlig Neues auf dem Gebiet zu probieren: Kernpunkt ist eine zentrale Datenverwaltung aller Folien, die garantiert, dass jeder Mitarbeiter immer den gleichen und neuesten Informationsstand präsentieren kann.

Statt wie bisher Dutzende Versionen auf unzähligen Notebooks verstreut zu haben, synchronisiert presono die Präsis der Mitarbeiter stets mit der Datenbank. Nicht aktuelle oder fehlerhafte Folien gehören damit der Vergangenheit an. "Man kann sich seine Präsentation dabei wie eine Art Playlist aus verschiedenen Slides zusammenstellen“, erklärt Behrens.

Mit einer innovativen Präsentationssoftware will das Linzer Startup presono reüssieren.

Auch sehr praktisch: Wenn während einer Präsentation etwa durch eine unerwartet aufgetauchte Frage die Notwendigkeit besteht, eine zusätzliche Folie zu zeigen, muss dafür nicht wie bisher die Präsi verlassen werden, um umständlich vor den Augen des Publikums in den Tiefen seines Notebooks zu kramen. Bei presono können neue Inhalte aus der Datenbank hinzugefügt werden, ohne dabei den Präsentationsmodus verlassen zu müssen. Behrens: "In Summe bieten wir die größtmögliche Aktualität und Flexibilität bei jeder Präsentation“ - und das bei Kosten, die nicht wesentlich über jenen der Konkurrenz liegen.

Inzwischen ist nicht nur die Software fertig, sondern auch die Finanzierung des Roll-outs gesichert. Denn den drei Linzern, die inzwischen elf Mitarbeiter beschäftigen, ist noch ein zweiter Clou gelungen: Gegen die Abgabe von weniger als der Hälfte der Anteile stiegen Ende April vier Investoren bei presono ein und stecken in Summe eine Million Euro in das junge Unternehmen.

Mit an Bord sind die Beteiligungsvehikel von Hofer-Geschäftsführer Günther Helm, des ehemaligen Greiner-Holding-Vorstands Axel Greiner und des Ex-Rennfahrers und Tankstellenbetreibers Markus Friesacher. "Mit der Unterstützung unserer Investoren und deren Netzwerke“, freut sich Behrens, "können wir nun mit unserer Expansion im D-A-CH-Raum loslegen.“

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