Start-ups gründen auf dem Schulhof

Robin Rumler, Geschäftsführer von Pfizer Österreich besucht im Rahmen der Aktion"Schule macht Wirtschaft" die BHAK Baden.

Robin Rumler, Geschäftsführer von Pfizer Österreich, hilft Schülern mit den richtigen Fragen bei der Gründung ihrer Unternehmen.

Bei der trend-Aktion Schule macht Wirtschaft gründen Schüler echte Unternehmen. Von der Idee über den Businessplan bis hin zu Marketing und Vertrieb.

Es erinnert ein wenig an die beliebte Fernsehsendung "2 Minuten, 2 Millionen“, als die Gründer der beiden Unternehmen Suave und GymBar ihre Ideen in der BHAK Baden präsentieren und sich anschließend kritischen Fragen des Publikums stellen.

GymBar stellt Fitness- und Müsliriegel her, Suave ein vielfältiges Sortiment aus Badekugeln und Körperpeelings. Das Besondere daran: Die Gründerteams sind keine Vollzeit-Entrepreneure, sondern Schüler. Dahinter steht die trend-Aktion "Schule macht Wirtschaft“, bei dem 13- bis 19-jährige Schüler das Wirtschaftsleben hautnah erleben. Sie gründen echte Unternehmen mit allem, was dazu gehört: von der Geschäftsidee über Personalentscheidungen, Kostenrechnung, Marketing, Produktion und Vertrieb bis hin zum Jahresabschluss. Heuer nehmen daran 200 sogenannte "Junior-Unternehmen“ teil, insgesamt sind 2.400 Schüler beteiligt, 210 Lehrer leisten Unterstützung.

Das Projekt ist eine Initiative von JA Austria, die von der Wirtschaftskammer und Unternehmen aus der freien Wirtschaft und dem trend als Medienpartner unterstützt wird. Im Rahmen von Schulbesuchen geben Experten aus der Wirtschaft den Gründern wertvolles Feedback: In die BHAK Baden kamen Robin Rumler, Geschäftsführer von Pfizer Österreich, und Pfizer-Marketingchefin Claudia Handl.

Präsentation und Beratung

Nachdem die Schüler in kurzen Videos ihr Unternehmen von der Idee bis zur Kostenrechnung präsentiert hatten, machten Rumler und Handl das, was gute Berater tun: Sie stellten die richtigen Fragen, damit die jungen Unternehmer selbst die passenden Antworten finden. "Würden Sie Ihren Müsliriegel bei einer Blindverkostung erkennen?“, fragt Rumler etwa die Gründer vom GymBar, damit diese ihr Alleinstellungsmerkmal finden. Antwort: GymBar schmeckt natürlicher als die Massenproduktion, weil der Riegel in der eigenen Küche hergestellt wird und ausschließlich regionale Zutaten verwendet werden.

Zudem konnten die GymBar-Gründer einen vermeintlichen Nachteil in einen Vorteil verwandeln: Weil luftdichte Verpackung zu viel gekostet hätte, werden die Müsliriegel lediglich in Folie eingewickelt - und müssen daher immer frisch sein. Ursprünglich wollte das Team bloß 250 Müsliriegel verkaufen, schon jetzt wurde das Ziel mit 300 verkauften Stück übertroffen.

Ähnliche Erfolge verzeichnet Suave: Von den Badekugeln, die mit einem Endpreis von 3,20 € pro Stück deutlich günstiger sind as jene der etablierten Beautykonzerne, wurden über 200 Stück produziert - davon wurden alleine 50 an einen befreundeten Frisör verkauft, der diese zu Weihnachten seinen Kunden schenkte.

Auf dem Weg zum finalen Produkt haben die Gründer aus ihren Fehlern gelernt: Zum Beispiel würden sie die Produktionszyklen besser einteilen, vor allem der parallel laufende Schulalltag erschwert das Zeitmanagement. "Die Schule hat jetzt natürlich Priorität“, rät Rumler: "Aber danach könnt ihr euch überlegen, ob ihr euer Unternehmen weiterführt.“


Weitere Informationen zur Aktion "Schule macht Wirtschaft, den teilnehmenden Junior Companies und den Partnern der Initiative finden Sie auf dem Internetportal www.schulemachtwirtschaft.at

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