Start-up contextflow bekommt Millionenspritze

Das österreichische E-Health-Startup bekommt eine Finanzspritze im einstelligen Millionenbereich. B&C Privatstiftung zahlt am meisten ein, neben anderen Investoren.

Start-up contextflow bekommt Millionenspritze

Wien. Das österreichische E-Health-Start-up contextflow hat große Pläne, die nun mit neuem Geld in Angriff genommen werden. Neuer Big Spender ist die österreichische B&C Privatstiftung. Ein einstelliger Millionenbetrag in "mittlerer Größe" soll nun dem auf Radiologie fokussierten Start-up für die Expansion auf die Sprünge helfen. Im Fokus ist die Expansion in den USA, aber auch in Europa.

Neben dem Neo-Investor B&C steigt auch TTIP Beteiligungs GmbH als Co-Investor ein . Die bisherigen Investoren APEX Ventures, Crista Galli Ventures, IST cube, Nina Capital und Novacapital ziehen auch bei der Finanzierungsrunde mit, nur mit niedrigeren Investments.

B&C Privastiftung ist unter anderem an AMAG, Semperit und Lenzing als Mehrheitsaktionär beteiligt.

Der Blick auf die Lunge

contextflow ist eigenen Angaben zufolge ein führender Anbieter von Künstlicher Intelligenz für die medizinische Bildanalyse in der Radiologie. Die von dem Start-up konzipierte Software wird derzeit bei der Bildanalyse bei der Computertomographie der Lunge eingesetzt. Die Software liefert dabei dreidimensionale Bilder, Künstliche Intelligenz hilft bei der Auswertung. Weitere Anwendungen seien in Vorbereitung.

Laut Angaben von contextflow soll die Software kurz vor der Genehmigung von der Arzneimittelbehörde FDA in den USA stehen. Damit würde sich für das Unternehmen ein Riesenmarkt öffnen.

Die Eigentümer-Anteile

contextflow wurde im Jahr 2016 als Spin-off der MedUni Wien gegründet. Unterstützt wird das Start-up durch die Technische Universität (TU) Wien. Zu den bisherigen Investoren zählen Apex Ventures, IST Cube, Crista Galli Ventures, Nina Capital und Novacapital.

Wie sich die Eigentumsanteile nach dem Einstieg der beiden neuen Investoren B&C und TTIP verändern, wollte contextflow auf trend-Anfrage nicht sagen. Bisher hielten die vier Gründer rund 90 Prozent der Unternehmensanteile. CEO und Mitgründer Markus Holzer hält mit 30,1 Prozent den größten Geschäftsanteil (siehe Grafik, u.).

Verteilung der Anteile vor der aktuellen Finanzierungsrunde mit B&C und TTIP.

Zahlen zu Umsatz und Gewinn wollte contextflow auf Anfrage des trend nicht nennen. Die Finanzspritze ist jedoch für das Unternehmen ein Segen, schaut man auf die Unternehmenszahlen. Denn in der Bilanz 2019 schreibt das Unternehmen einen Bilanzverlust von 575.770,26 Euro sowie ein negatives Eigenkapital von minus 240.770,26 Euro.

Derzeit beschäftigt das Unternehmen 26 Mitarbeiter. Im Zuge der Expansion will contextflow die Zahl der Mitarbeiter verdoppeln.

Gründungsteam von contextflow: Georg Langs, Allan Hanbury, Markus Holzer, René Donner (v.l.n.r.)

Gründungsteam von contextflow: Georg Langs, Allan Hanbury, Markus Holzer, René Donner (v.l.n.r.)

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