Start-up Lithoz: "Wir brauchen keinen Finanzinvestor"

Start-up Lithoz: "Wir brauchen keinen Finanzinvestor"

Kermaik aus dem 3D-Drucker: Hitzebeständig bis 1200 Grad.

Das von Absolventen der TU Wien gegründete Start-up Lithoz fertigt Hochleistungskeramik im 3D-Drucker. Einen Finanzinvestor brauchen die Gründer nicht - denn Lithoz macht schon jetzt Umsätze im Millionenbereich, wächst organisch und sucht frisches Personal.

Die meisten Menschen kennen Keramik aus ihrer eigenen Küche als das Material, aus dem ihre Tassen und Teller geschaffen sind. Doch sogenannte Hochleistungskeramik kann deutlich mehr: „Sie hat eine hohe chemische Beständigkeit und hält Temperaturen bis zu 1200 Grad stand“, sagt Johannes Benedikt, CTO von Lithoz: Die Spezial-Keramik wird wegen ihrer besonderen Eigenschaften gerne in der Industrie, der Biomedizin oder auch in der Raumfahrt verwendet – Bereiche, mit denen der Endkonsument eher selten in Kontakt kommt.

Lithoz ist ein von Chemikern und Maschinenbau-Experten gegründetes Start-up, das im Feld der Hochleistungskeramik Geschäft macht – das Besondere: Hier kommt die Keramik aus einem 3D-Drucker. Dazu wird flüssiger Kunststoff mit Keramikpulver gemeinsam in der gewünschten Form aufgetragen und anschließend bestrahlt, so dass sich das Gemisch erhärtet. In einem Ofen wird anschließend das Plastik geschmolzen, so dass nur die hitzebeständige Keramik übrigbleibt. Das Konzept entstand im Rahmen der Doktorarbeit, die die Gründer an der TU Wien geschrieben haben, aus dem Konzept wurde anschließend das reale Unternehmen Lithoz. Die Patente gehören der Universität, das Start-up zahlt der TU Lizenzgebühren.

Mitarbeiter gesucht

Trotz der Lizenzzahlungen feiert das Start-up wirtschaftliche Erfolge, wie Benedikt betont: Von Anfang an war Lithoz in den schwarzen Zahlen, der Umsatz des 2011 gegründeten Unternehmens liegt im einstelligen Millionenbereich. „Wir sind zu 100 Prozent in Privatbesitz und haben keinen Finanzinvestor, weil es schlichtweg niemals nötig war“, sagt Benedikt. Derzeit hat er 30 Mitarbeiter, und neues Personal wird gesucht: Von IT über Back Office und Vertrieb bis zum Business Development. „Wir sind in unserer Nische unbestrittener Weltmarktführer“, sagt Benedikt: „Und mit unserem organischen Wachstum arbeiten wir daran, dass das auch so bleibt.“

Johannes Benedikt: "Wir brauchen keinen Finanzinvestor"


Lithoz Lithography- based Ceramic Manufacturing (LCM)

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