Smart Kid, Smart Market: Von der Schulbank in den Chefsessel

Noel Portugal, Gründer von "Smart Market"

Noel Portugal, Gründer von "Smart Market"

Der 15-jährige Niederösterreicher Noel Portugal hat ein ausgefallenes Hobby: Unternehmer sein. Mit dem Internetportal "smartmarket.click" hat er gemeinsam mit seinem Freund Max Spiess einen Online-Shop für Technik- und Lifestyle-Gadgets ins Leben gerufen.

Mit erst 15 Jahren Unternehmer sein - das ist nicht nur in Österreich außergewöhnlich. Der Niederösterreicher Noel Portugal ist einer der wenigen Jugendlichen, die ihre Zeit statt in Computer- und Online-Games in den Aufbau eines Unternehmens stecken.

Gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner Max Spiess hat er "Smart Market" und das Onlineportal smartmarket.click, einen Web-Shop für Liefestyle- und Technik-Gadgets, ins Leben gerufen. Am Vormittag wird die Schulbank gedrückt, am Nachmittag wechselt er in den Chefsessel, der - ganz gemäß "Kinderzimmer Productions" - vor dem Schreibtisch im Elternhaus steht. Vier bis fünf Stunden täglich investiert der ambitionierte Jungunternehmer in sein Start-up-Projekt. "Es ist oft schwer zu managen, aber es geht sich aus. Der schulische Erfolg leidet noch nicht darunter", sagt Portugal.

Gadget-Shop smartmarket.cklick

Gadget-Shop smartmarket.cklick

In der Schule - Portugal besucht aktuell die Vienna-Business-School Management HAK Plus in Mödling - hatte er auch die Idee für das Unternehmen und dessen Namen und hat auch immer noch Zeit über nächste Schritte nachzudenken. "Es ist mein erstes Unternehmen. Ich möchte das möglichst langfristig machen. Wie lange, das hängt von der weiteren Entwicklung ab", sagt Portugal, der sich "irgendwann an der Spitze eines großen Unternehmens" sieht. Bis dahin ist allerdings ist es allerdings noch ein weiter Weg. Vorerst gehe es darum, Erfahrungen zu sammeln. Sowohl was die betriebswirtschaftliche Ebene als auch die Management-Ebene betrifft. "Wir machen schon kleine Gewinne. Die bleiben aber im Unternehmen, um es weiter zu finanzieren", sagt er.

Wachstumspläne

Einen ersten Angestellten gibt es bei Smart Market mittlerweile ebenfalls - einen IT-Spezialisten, der dabei hilft, die Website und den Online-Shop technisch in Schwung zu halten. Ansonsten wird auf die Kooperation mit Influencern gesetzt, die auf Provisions-Basis Produkte aus dem Shop, darunter smarte Wristbands, tragbare Mixer und Drohnen promoten.

Weitere Ziele für den Smart Market sind gesteckt: Das Business soll skaliert und das Angebot um Produkte mit möglichst einzigartigen Funktionen erweitert werden. Ein Lager soll aufgebaut und damit auch die Lieferzeiten verkürzt werden. Und man ist auf der Suche nach Investoren, denn ohne Werbung - für die natürlich bezahlt werden muss - geht alles nur langsam.

Unter dem Strich bleibt für Portugal die Erkenntnis: "Schule, Arbeit und Freizeit zu koordinieren ist nicht immer einfach, Gott sei Dank gibt es da noch meine Mutter, die mich unterstützt und mir wenn nötig den Rücken freihält." Auch das weitere Umfeld, etwa die Lehrer in der Schule, geben dem ehrgeizigen Jungunternehmer Unterstützung. AM Ende muss der Erfolg aber selbst verdient werden: "Für uns gibt es nichts extra, nur weil wir ein kleines Unternehmen haben."

N26 Gründer Valentin Stalf (li) und Maximilian Tayenthal

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