Schule macht Wirtschaft: Fürs Businessleben lernen wir

Schule macht Wirtschaft: Fürs Businessleben lernen wir

Zur besten JUNIOR Company des Landes wählte die Jury 2017 das Team von 5pm, das sich den Slogan "Pleasure Moments" auf die Fahnen geheftet hat.

Bei Schule macht Wirtschaft zeichnen trend, Wirtschaftskammer und JUNIOR Österreich die besten JUNIOR Companies aus. Teilnehmer erhalten Tipps von Topunternehmern des Landes.

Klar, Mathe und Englisch zu strebern, kann ziemlich nerven. Doch wer eine JUNIOR Company gründet, also ein reales Unternehmen, realisiert plötzlich, dass diese Kenntnisse nicht nur für die Schule, sondern auch fürs Geschäftsleben mehr als hilfreich sind. Auch im heurigen Jahr sind Schüler im Alter zwischen 13 und 19 Jahren eingeladen, mit ihren JUNIOR Companies wieder bei der Aktion "Schule macht Wirtschaft" mitzumachen. So können sie nicht nur zu den besten JUNIOR Companies des Landes gekürt werden, sondern bekommen auch von führenden Managern aus der Wirtschaft Tipps für ihr Business. Und auch ihre Lehrerinnen und Lehrer unterstützen sie mit Rat und Tat, wobei der Hauptteil der Arbeit beim Gründernachwuchs selbst liegt - und das ist extrem aufregend und kann auch enorm anstrengend sein.

Im vergangenen Jahr haben rund 200 Companies ihre Geschäftsideen eingereicht. Bei insgesamt 19 Schulbesuchen präsentierten mehr als 26 Companies ihre Geschäftsidee und wurden von den Experten unterstützt. Der Lohn: ein erfolgreiches Unternehmen führen, Anerkennung von erfahrenen Managern und Wirtschaftsvertretern bekommen und vor allem wertvolle Erfahrungen für den eigenen Berufsweg sammeln, der vielleicht sogar direkt in die Selbstständigkeit führt.

Die Unternehmer von morgen

Coca-Cola und Wien Energie sind Sponsoren und stellen zudem ihr Know-how zur Verfügung - versuchen aber auch umgekehrt, etwas von den jungen Gründern mitzunehmen und zu lernen. Bereits zum achten Mal ist Wien Energie Partner der Aktion "Schule macht Wirtschaft". Geschäftsführer Peter Gönitzer betont: "Die Aktion ist für uns eine gute Gelegenheit, Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Arbeitswelt der Energiewirtschaft zu geben. Gleichzeitig ist es auch für uns spannend, zu sehen, wie viel Kreativität und Innovationsgeist in der Jugend steckt. Persönlich bin ich auf die neuen Ideen gespannt und freue mich auf die Gespräche mit den Jugendlichen."

Auch Coca-Cola unterstützt die Aktion erneut als Sponsor. Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher Coca-Cola Österreich, gefällt besonders "das realitätsnahe unternehmerische Denken, das die Teilnehmer an den Tag legen. Wir fördern gerne diesen kreativen Ansatz des Unternehmertums und sind stolz, seit Jahren Partner dieser außerordentlichen Initiative zu sein." Dass die Jugendlichen von heute die Entscheidungsträger von morgen sind, ist für Coca-Cola ein Grund, "Schule macht Wirtschaft" zu fördern.

Für jedes Bundesland wird eine JUNIOR Company zum Landessieger gekürt. Die Sieger dürfen dann im Frühsommer ihre Geschäftsidee bei einem Abschlussevent vorstellen. Man darf gespannt sein, mit welchen Ideen die JUNIOR Companies den Vorbildern von 2017, etwa 5pm aus der Steiermark, der Vorarlberger Company Bierkischtazüg oder dem Wiener Team Silva, nacheifern werden.

Die Sieger 2017

5pm - MOMENTE DES GENUSSES

Zur besten JUNIOR Company des Landes wählte die Jury 2017 das Team von 5pm, das sich den Slogan "Pleasure Moments" auf die Fahnen geheftet hat. Diese "Genussmomente" erzeugen die jungen Gründer aus der Steiermark mit Teeprodukten - von schön verpackten regionalen Teemischungen wie Apfel, Pfeffer und Zirbe über besonders schnell ziehende "Teatabs" bis hin zu "Teapops", Schleckern mit Teegeschmack. All das ist über den eigens aufgesetzten Onlineshop sowie in einigen regionalen Supermärkten erhältlich. Nicht nur die Jury, auch WKO-Präsident Leitl zeigte sich von der Geschäftsidee, die sich auch mit "Tee für Eilige" zusammenfassen lässt, beeindruckt.

Schule: BG/BRG Stainach

Bierkischtazüg - VOM NUTZEN EINER BIERKISTE

Vorarlbergerischer kann sich ein Unternehmen kaum nennen: Das Team der HAK Feldkirch wählte für ihre JUNIOR Company den Namen Bierkischtazüg aus. Das Produkt setzt auf einen wunderbaren aktuellen Trend, der noch dazu umweltfreundlich ist: Upcycling. Konkret konstruierten die Vorarlberger eine Holzplatte mit Scharnieren, die auf gestapelten Bierkisten fixiert werden. Auf diese Weise werden die Kisten zu Tischen und Bänken. Für ihren Abschluss-Pitch hatten die Schüler sogar ihre Umsatz-Zahlen auf die gestapelten Bierkisten geschrieben - schließlich gehört auch eine gelungene Präsentation zum Gesamteindruck eines Unternehmens. Bierkischtazüg" erreichte 2017 den dritten Platz im Gesamtranking.

Schule: HAK Feldkirch


Der Artikel ist der trend-Ausgabe 1-3/2018) vom 19. Jänner 2018 entnommen

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