Ranking: Österreichs beste Start-ups 2017

Top Start-up-Unternehmer 2017: Travis Pittman (TourRadar), Reinhard Nowak (Linemetrics), Andreas Kern (Wikifolio) und Petra Dobrocka (Byrd).

Top Start-up-Unternehmer 2017: Travis Pittman (TourRadar), Reinhard Nowak (Linemetrics), Andreas Kern (Wikifolio) und Petra Dobrocka (Byrd).

trend präsentiert Österreichs besten Start-ups des Jahres 2017. Die besten Unternehmen, die besten Ideen, die besten Teams. Das trend-Ranking der innovativsten Gründer Österreichs bringt einen klaren Sieger hervor: Das Fintech Wikifolio.

Eine hochkarätig besetzte Jury aus 18 Start-up-Experten hat abgestimmt und die besten Start-ups des Jahres 2017 gewählt. Platz eins geht an das Fintech Wikifolio .

Auf den Plätzen liegen mit LineMetrics und TourRadar zwei weitere bekannte Namen der Start-up-Szene. Alle drei Unternehmen zählen nach mehreren Finanzierungsrunden zu den Highflyern unter den heimischen Gründern und sind am besten Weg, an den Erfolgen von Runtastic, Shpock oder mySugr anzuschließen

Die Jury: Doris Agneter (Technet Equity), Michael Altrichter (Business Angel), Markus Ertler (Business Angel), Irene Fialka INiTs (CEO INiTS), Nikolaus Futter (Business Angel), Gabriel Grabner (Business Angel), Florian Gschwandtner (Runtastic), Hans Hansmann (Business Angel), Oliver Holle (Speedinvest), Oliver Judex (trend), Markus Kainz (Primecrowd), Katharina Klausberger (Shpock), Bernhard Lehner (Startup300), Selma Prodanovic (Business Angelina), Heinrich Prokop (Clever Glover), Markus Wagner (I5 Invest), Frank Westermann (MySugr), Daniel Zech (SevenVentures)


1. Platz: Wikifolio

Social Trading

Wikifolio-Gründer Andreas Kern (blaues Hemd, Mitte) inmitten seines Teams.

Wikifolio-Gründer Andreas Kern (blaues Hemd, Mitte) inmitten seines Teams.

Den Titel "Bestes Start-up Österreichs 2017" hat sich Wikifolio-Erfinder und Gründer Andreas Kern (43) redlich verdient. Schließlich ist das Social-Trading-Modell eine echte Innovation und ergänzt seit über fünf Jahren die klassischen Veranlagungsmöglichkeiten.

"Wir sprechen alle Menschen an, die bis zu einer halben Million Euro investieren wollen", erklärt Kern. Dabei können sich Anleger entweder Ideen von den Musterdepots anderer privater Anleger oder professioneller Vermögensverwalter holen, oder diesen auch über handelbare Wikifolio-Zertifikate - derzeit über 8.000 - folgen. Sämtliche Transaktionen jedes Wikifolios sind lückenlos nachvollziehbar. Das nennt Kern die "Demokratisierung des Anlagemarkts: Bei uns bekommt jeder Anleger die gleiche Beratung und Information, auch wenn er nur wenig Geld investieren will."

Zusätzlich ist jedes Wikifolio mit einer speziellen, einfach zu verstehenden Risiko-Kennzahl versehen. Und viele Wikifolios schlagen dabei den Markt: Alleine 1.385 Musterdepots haben seit Jahresbeginn mehr als 15 Prozent Rendite erzielt, der höchste Wert liegt bei 152 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate. Das Investmentvolumen der Anleger liegt derzeit bei 310 Millionen Euro. Finanziell unterstützt wird das Wiener Fintech-Start-up mit 37 Mitarbeitern seit 2011 vom deutschen Handelsblatt-Konzern, 2014 gab es sechs Millionen Euro in einer von Speedinvest strukturierten Runde, im Juli gab es weitere sechs Millionen mit zwei neuen Shareholdern aus Paris und der Schweiz; die Bewertung liegt derzeit bei rund 35 Millionen Euro.

"Unsere Shareholder kommen aus vier Ländern mit vier verschiedenen Schwerpunkten", freut sich Kern über die Partner an Bord, die ihn sowohl medial als auch bei der Verbreitung der Wikifolios unterstützen. Sein nächstes Ziel ist der Ausbau des Wikifolio-Blogs in ein umfassendes Contentportal rund um Anlage und Investment: "Mit dem Wikifolio-Medienhaus wollen wir mittelfristig alle Menschen, die sich für Geldanlage interessieren, in allen großen europäischen Märkten erreichen."

wikifolio.com


2. Platz: Linemetrics

Industrieoptimierung

Reinhard Nowak, Gründer und CEO Linemetrics

Reinhard Nowak, Gründer und CEO Linemetrics

Linemetrics ist der trend@venture-Sieger des Jahres 2013. Mittlerweile erfasst Linemetrics mittels Sensoren den Energieverbrauch, die Umgebungstemperatur, die Stückzahlen und viele andere Maschinendaten und analysiert sie via Cloud. Zu den Kunden zählen unter anderem die Erste Bank, die Asfinag, doe ÖBB, die EVN oder Heidelberger Druckmaschinen.

"Wir machen mit unserer Gesamtlösung Dinge, die technisch komplex sind, relativ einfach", verrät Gründer und CEO Reinhard Nowak, 39, das Erfolgsrezept des 16-köpfigen oberösterreichischen Teams. Die Umsatzzahl von einer halben Million Euro soll 2018 verdreifacht werden. Die bisherigen Investoren: Hansi Hansmann, die Runtastic-Gründer, die Püspöck-Gruppe und die Schweizer Martin Global AG.

linemetrics.com


3. Platz: Tourradar

Gruppenreisen

TourRadar-Gründer Travis und Shawn Pittman (2. und 3. von links) im Kreise ihrer Mitarbeiter.

TourRadar-Gründer Travis und Shawn Pittman (2. und 3. von links) im Kreise ihrer Mitarbeiter.

Seit vier Jahren verkauft das Start-up, das von den australischen Bürdern Travis, 39 (Bild Mitte), und Shawn Pittman in Wien gegründet und von Anfang an von Speedinvest unterstützt wurde, geführte Reisetouren auf der ganzen Welt und erzielt dabei mittlerweile einen erklecklichen Millionenumsatz. Im Oktober erhielt TourRadar mit seinen 80 Mitarbeitern neun Millionen Euro in einer Series-B-Finanzierungsrunde, neben Speedinvest unter andrem von Venture-Fonds aus Amsterdam, Berlin und London. Mit dabei ist auch der aws Gründerfonds.

tourradar.com


Sonderwertungen

Die Sonderwertung "Beste Idee" hat das Wiener Start-up Amabrush für sich entschieden, die "Beste Exit-Chance" sehen die Juroren für das dem Kärntner Unternehmen Bitmovin , die Wertung "Bestes Team" entschied das Vergleichsportal Durchblicker für sich.

Beste Idee: Amabrush

Der Wiener Gründer Marvin Musialek hat eine automatische Zahnbürste entwickelt, die die Zähne in nur zehn Sekunden putzt. www.amabrush.com

Beste Exit-Chance: Bitmovin

Die beste Exit-Chance hat der Kärntner Co-Founder Stefan Lederer (r.) und sein Team mit ruckelfreiem Videostreaming. bitmovin.com

Das komplette Ranking der 100 besten Start-ups des Landes finden Sie in der trend-Ausgabe 47/2017. In der Coverstory "Die 100 besten Start-ups" lesen Sie auch, was die jungen Unternehmer antreibt, wer sie finanziert und was sie dringend brauchen.

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