Pioneers Festival: Palastrevolte der Start-Ups

Anfang Juni verwandelt sich die Wiener Hofburg bereits zum sechsten Mal in einen überdimensionalen Inkubator. Das Start-Up Festival Pioneers hält in den imperialen Hallen Einzug und bringt Gründer, Investoren und Wirtschafts-Koryphäen zusammen.

Pioneers Festival: Palastrevolte der Start-Ups

Pioneers Festival: Start-ups und Top-Investoren treffen auf Vertreter von Wirtschaft und Medien.

Nach mittlerweile sechs absolvierten Jahrgängen – fünfmal Wien, einmal Tokio – ist das Festival ein Fixpunkt der internationalen Start-up und Gründerszene. Am 1. und 2. Juni lockt es wieder Gründer, Investoren und Experten sämtlicher Technologie-Sparten in die Wiener Hofburg.

Start-ups treffen auf Investoren und Wirtschaft-Koryphäen. Netzwerke werden ausgedehnt, Visitenkarten getauscht und das eine oder andere Investment wird fixiert. Tech-Pioniere demonstrieren Technologien, die vorhandene Geschäftsmodelle über den Haufen werfen sollen; Vertreter besagter Geschäftsmodelle lauschen gespannt, um sich gegen zukünftige Disruptionen zu wappnen. Und als Hautprogrammpunkt, wie es sich für ein Start-Up Festival gehört: Pitches, Pitches, Pitches.

The Pioneers500 program invites the 500 most promising early-stage tech startups to join Pioneers Festival for free and meet the world’s top investors, executives and journalists.

Butter und Brot des Pioneers Festivals sind die Pioneers 500, ein Kader aus 500 vielversprechenden internationalen Start-ups aus den Bereichen Finance, Manufacturing, Energy, Business, Agriculture, Mobility und Lifestyle. Aus diesen 500 wurden 50 ausgewählt, um beim Pioneers zu pitchen. Ganz dem Namen entsprechend liegt der Fokus der Pioneers 500 auf Disruption, auf neuen Konzepten und Ideen, die althergebrachte Wirtschaftspraktiken in Bedrängnis bringen sollen.

Über 100 Vorträge

Innovation ist auch das Thema der über 100 Vorträge, die beim Pioneers über die Bühne gehen werden. Unter anderem werden Andrew Chen (Uber), Behshad Behzadi (Google) und Kathryn Myronuk (Singularity University) Trends in Technologie und Unternehmensführung präsentieren. Doch auch die jungen Wilden dürfen Durchbrüche vorstellen: Aus dem Pioneers 500 – Kader werden weitere 100 Start-Ups Stände abseits der Bühne aufbauen, um einen Einblick zu geben, wie Mensch und Technologie in Zukunft interagieren könnten.

Chris Wells takes you on a quick 360° tour of a few important spots at Pioneers Festival 2016

Zum face-to-face - Ideenaustausch nutzen die Besucher „Match & Meet“, ein Matchmaking-Tool, das Besucher mit ähnlichen Interessen und Geschäftszielen zusammenbringt. Die Inspiration lieferten Online-Dating-Plattformen wie OKCupid, wo sich Nutzer einander vorgeschlagen werden, basierend auf Interessen, Alter, Beruf etc. Pioneers-Mitarbeiter schufen Fake-Profile auf Dating-Seiten, entschlüsselten die zugrundeliegenden Algorithmen und münzten den Prozess um, weg von Romantik, hin zu Start-Up-Networking. Festival-Besucher melden sich an, bekommen Vorschläge und können direkt Termine vereinbaren. Und wer nach einem ganzen Tag Pioneers noch Energie zum Austausch übrig hat, kann bei den über 30 Abendveranstaltungen munter weiter networken.

Die Firma hinter dem Festival, pioneers.io, begann selbst als Start-Up. Inzwischen versorgt sie selbst Gründer mit notwendigen Mitteln: Über die hauseigene Investment-Sparte Pioneers Ventures erhalten Start-Ups in der Frühfinanzierungsphase dringend notwendiges Kleingeld. Dahinter stecken hohe Ambitionen: Laut Website ist das Team von pioneers.io davon überzeugt, mittels Start-Ups die Zukunft zu gestalten. Beim Pioneers Festival hat man die Gelegenheit, dieser Vision einen Besuch abzustatten.


https://pioneers.io/

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