Pioneers Festival 2016: Gründer als Geschäftsmodell

Pioneers Festival 2016: Gründer als Geschäftsmodell

Am 24. und 25. Mai werden 2.500 Gäste beim Pioneers Festival erwartet. Das Festival ist ausverkauft

Pioneers ist zu einer Start-up-Marke geworden und macht in drei Bereichen Geschäfte: Events, Investments und Beratung. Am 24. und 25. Mai werden 2.500 Gäste beim Pioneers Festival in der Wiener Hofburg erwartet.

Hongkong, Bangalore, Singapur, Seoul, Tokio und Ho-Chi-Minh-Stadt. Andreas Tschas, Chef von pioneers.io, hat in der letzten Zeit viele Hotels gesehen, viel geredet und gut performt. Im Tross des Pioneers-Mitgründers reisen aber keine Groupies, sondern Wirtschaftspolitiker wie Harald Mahrer oder Renate Brauner - und Start-ups natürlich. "Unser erstes Pioneers Festival in Tokio war echt gut", sagt Tschas, "wir hatten 1.200 Gäste. In Asien geht wirklich viel weiter." Und japanische Firmen wie Sumitomo Bank, Kikkoman oder Nomura freuten sich über die österreichische Erfahrung, wie man vom Know-how wendiger Start-ups profitiert, um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern.

Nach dem Abstecher nach Japan findet das Pioneers Festival Ende Mai nun schon zum fünften Mal in Wien statt - und hat sich längst als fixe Größe in der globalen Start-up-Szene positioniert: In die imperiale Hofburg zieht es hochkarätige Redner aus dem Silicon Valley genauso wie Roboterhersteller aus Japan. Organisiert wird der Event von einer Frau: Natalie Thonhauser hält die Zügel in der Hand und justiert laufend nach. Das drückt sich heuer auch in der Einladungspolitik aus: Start-ups konnten sich für heuer keine Tickets kaufen, sie mussten sich mit einer Art Motivationsschreiben bewerben. Thonhauser: "Wir wollten die top 500 Start-ups präsentieren, und die Auswahl über den Bewerbungsprozess hat toll funktioniert. Das Matchmaking soll ja wirklich für beide Seiten Sinn machen."

Gratistickets für Frauen

Und noch einem Umstand wollen die Organisatoren heuer verstärkt Rechnung tragen - der Förderung der Frauenquote: 50 Gratistickets gibt es für Frauen. Aber auch die Kandidatinnen mussten sich mit kreativen Ideen, wie mehr Frauen zu Gründern werden, bewerben. Thonhauser: "Da waren sehr originelle Ideen dabei." Thematisch hat das Festival sieben Schwerpunkte: Fintech, Energie, Transport, Unterhaltung, Life Sciences, Business und Produktivität sowie die Fertigungsindustrie.

Zu Pioneers, das ja selbst ein Start-up ist, zählt aber längst nicht mehr nur das Festival, sondern auch eine eigene Investment-Sparte - Pioneers Ventures - für die Frühphasenfinanzierung vielversprechender Start-ups. Seit September 2015 wurden neun Investments getätigt, jüngster Neuzugang war das Smart-Parking-Start-up Parkbob mit 250.000 Euro.

Die Eröffnung des Pioneers Festival 2015

Nachgefragt sind auch die Experten der Pioneers-Beratungssparte, Pioneers Discover: Knapp 60 Innovationsprojekte wurden gemeinsam mit Konzernen und mittelgroßen Firmen abgewickelt, unter anderem mit der Post, CPB Software, Erste Group, Cisco oder Konica Minolta. "Aktuell sind 15 Projekte in Arbeit", sagt Tschas.

Bald nach dem Pioneers Festival wird Tschas wieder auf Tour gehen: "Wir entwickeln das Format weiter und machen künftig kleinere Themenkonferenzen", sagt er, "Formate wie ein Smart Cities Pioneers in Singapur oder ein Water Pioneers in Jordanien." Da gibt es dann Club-Atmosphäre statt imperialen Prunks.

Hier geht es zum Pioneers Festival 2016.

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