Nach dem Brexit: Britische Gründer werden nach Wien gelockt

Nach dem Brexit: Britische Gründer werden nach Wien gelockt

Die Belastungen des Brexits sind für Londoner Start-ups nicht verkraftbar, meinen Vertreter der Jungen Wirtschaft Wien und versuchen, britische Gründer in die österreichische Hauptstadt zu locken.

Das Brexit-Votum sorgt für Unsicherheit bei Wirtschaftstreibenden und Investoren - und andere europäische Städte hoffen nun, ihre eigene Bedeutung auf europäischer Ebene aufzuwerten, indem mit der Sicherheit in einem europäischen Umfeld geworben wird. Wien ist hier keine Ausnahme: Die Junge Wirtschaft Wien und die Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien laden von 5. bis 7. Oktober 20 ausgewählte britische Start-ups nach Wien ein, so dass sich diese ein Bild des hiesigen Wirtschaftsstandorts machen können. Dabei besichtigen die Gründer die Arbeitsplätze der hiesigen Jungunternehmer und stellen erste Kontakte mit österreichischen Business Angels und Investoren her.

Der Brexit trifft die Londoner Start-ups besonders hart, heißt es von der Jungen Wirtschaft in einer Presseaussendung: "Um mit ihren innovativen Ideen und Geschäftsmodellen Erfolg zu haben, gehen viele junge Unternehmer vor allem in der Gründungsphase ein hohes Risiko ein. Niedrige finanzielle Eigenmittel verschärfen diese Situation." Die Belastungen durch die bevorstehende Ausgrenzung seien nicht verkraftbar - Gründer aus London hätten somit nun keine andere Wahl, als sich nach einem neuen Standort umzusehen. Die junge Wirtschaft möchte Wien nun als sicheren Hafen für Start-ups im Herzen Europas präsentieren, wie Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien, betont : „Wir wollen den britischen Start-ups mit Wien eine Lösung anbieten und sehen den Brexit vor allem als Chance, junge, innovative Unternehmen nach Wien zu holen.“

Hintergedanke der Aktion ist auch, den Standort Wien als Ganzes auszuwerten: "Laut einer Umfrage der European Startup Initiative liegen wir aktuell in den Top 10 der europäischen Start-up-Zentren. Das ist gut, aber es gibt noch Luft nach oben,“ sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien: „Junge, innovative Unternehmen sind wichtige Impulsgeber für unsere Wirtschaft und bringen einen erheblichen Mehrwert für die Stadt und ihre Einwohner. Doch um solche Unternehmen langfristig an Wien zu binden, müssen wir uns präsentieren und zeigen, was wir zu bieten haben."

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