165-Millionen-Dollar-Geldspritze für Wiener Start-up Tricentis

Das auf automatisierte Softwaretests spezialisierte Wiener Software-Unternehmen Tricentis hat mit Insight Venture Partners einen neuen Finanzinvestor erhalten. Der neue Partner schießt 165 Millionen Dollar zu.

Tricentis-Gründer Wolfgang Platz

Tricentis-Gründer Wolfgang Platz

Fernab jeglichen Start-up Hypes ist das Wiener Unternehmen Tricentis in den letzten zehn Jahren zu einem international tätigen Unternehmen herangewachsen.

Im Jahr 2007 hat der Techniker Wolfgang Platz, bis heute Chief Product Officer des Unternehmens, die auf automatisierte Testsoftware spezialisierte Firma gegründet. Seither ist Tricentis kontinuierlich organisch gewachsen: Die Firma beschäftigt mittlerweile über 280 Mitarbeiter und hat zuletzt gut 33 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

Das Unternehmen kann auf einen prominenten internationalen Kundenkreis verweisen: Unter den rund 400 Kunden sind Unternehmen wie ExxonMobil, HBO, Whole Foods, Toyota, Allianz, BMW, Starbucks, Deutsche Bank, Lexmark, Orange, A&E, Vantiv, Vodafone, Telstra und UBS. Mittlerweile hat Tricentis neben dem Standorte Österreich auch Niederlassungen in Deutschland, den Vereinigten Staaten, in der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, in Polen und Australien eingerichtet.

165 Millionen Dollar Finanzspritze

Bislang wurde das Wachstum immer aus eigener Kraft finanziert. Nun hat das Unternehmen zum ersten Mal eine Finanzspritze bekommen: Der US-Fonds Insight Venture Partners schießt dem Unternehmen 165 Millionen Dollar zu. Damit will Tricentis in die weitere Expansion, vor allem in den USA, investieren.

"Die Finanzierung stellt uns zusätzliches Kapital zur Verfügung, um in das Geschäft zu investieren und noch aggressiver zu wachsen", erklärt Vertriebschef Franz Fuchsberger und Gründer Wolfgang Platz, verweist auf einen stark wachsenden Markt: “Diese Investition bestätigt unsere Vision für den Softwaretest und hilft uns, Innovationen voranzubringen, die Unternehmen bei der Steuerung von Geschäftsrisiken während der nächsten digitalen Disruption helfen.“

Bei den Kernprodukten von Tricentis handelt es sich um Software-Testprodukte mit einem extrem hohen Automatisierungsgrad. Die Automatisierungsraten liegen jenseits von 90 Prozent und sind damit erheblich effizienter als manuell gesteuerte Tests. "Die heute überwiegend manuellen Software-Testprozesse erfüllen nicht die Anforderungen der heutigen Agile- und DevOps-Initiativen, die hochgradig beschleunigte Entwicklungszyklen erfordern und gleichzeitig eine strenge Berücksichtigung der mit raschen, iterativen Codeveränderungen verbundenen Geschäftsrisiken ermöglichen", sagt der im Jahr 2013 als CEO zu Tricentis geholte Sandeep Johri.

Insight Venture Partners ist eine US-amerikanische Venture Capital und Private Equity Gesellschaft, die sich auf Software – und Internet Unternehmen spezialisiert hat. Insight hat seit Bestehen mehr als 13 Milliarden Dollar aufgebracht und in über 250 Unternehmen investiert. Der Einstieg von Insight erfolgte im Wege der Ausgabe neuer Anteile und dem Kauf bestehender Anteile von den bisherigen Gesellschaftern, einschließlich des Erwerbs sämtlicher Anteile des bisherigen Finanzinvestors Viewpoint/Kennet. Die Gesellschafter-Geschäftsführer von Tricentis bleiben der Gesellschaft sowohl in ihrer Funktion als Geschäftsführer als auch als Gesellschafter erhalten.

Als Rechtsbeistand von Tricentis fungierte in Österreich die Rechtsanwaltskanzlei Wolf Theiss unter der Federführung von Partner Hartwig Kienast. Pacific Crest Securities, Technologie-Spezialisten von KeyBanc Capital Markets, fungierte als exklusiver Finanzberater für Tricentis Kienast: "Nachdem wir die Gesellschaft bereits seit mehreren Jahren bei Finanzierungsrunden und im laufenden Geschäft rechtlich begleiten durften, freut uns der erfolgreiche Abschluss dieser Transaktion besonders."

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