Dr. Smartphone: Medbee - die Diagnose-App für Mediziner

Befundbesprechung und Tipps unter Kollegen: Immer mehr österreichische Mediziner tauschen sich über die Smartphone-App Medbee aus. Erfunden hat Medbee der Wiener Kardiologe Andreas Strouhal.

Andreas Strouhal, Medbee

Andreas Strouhal modernisiert mit Medbee den Informationsaustausch und Diagnoseabgleich im Kollegenkreis.

Greift der Arzt während der Untersuchung zum Smartphone und beginnt zu chatten, sollten Patienten das nicht gleich als unhöflichen Akt interpretieren. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er sich mit Kollegen über eine Diagnose austauscht - über Medbee, der App für Mediziner.

Erfunden hat die App der Wiener Kardiologe Andreas Strouhal, der seit 2017 mit einem kleinen Entwicklerteam und einem zwölfköpfigen Ärztebeirat daran arbeitet. Strouhal über die initiale Idee: "Das Wissen verändert sich in der Medizin rasant. Neben dem Tagesgeschäft ist es oft wirklich schwer, sich permanent am neuesten Stand zu halten."

Mit Medbee helfen sich die Ärzte gegenseitig, teilen ihr Wissen, das sie auf Fortbildungen oder aus Forschungspapieren gewonnen haben. "Sie bilden sogenannte Wissensinseln und bestimmen selbst, mit welchen Kollegen sie ihr Wissen teilen wollen." Fast 5.000 Mediziner, darunter viele Kardiologen, aber auch immer mehr Anästhesisten und Neurologen nutzen die App in Österreich, die nun für einen Markteintritt in Deutschland im zweiten Halbjahr pilotiert wird.

Meinungsaustausch für Mediziner

Zu den beliebtesten Funktionen gehören die Chat-Gruppen. Hier schließen sich teilweise ganze Spitalsabteilungen zusammen, um etwa EKGs zu diskutieren. In der App gibt es auch Pocketcards, das sind jene Karten, die Ärzte meist analog in ihren Kitteltaschen herumtragen. Diese helfen unter anderem bei der richtigen Medikation. Die Karten sind bei Medbee digitalisiert und tagesaktuell. Mittelfristig ist auch geplant, dass das regelmäßige Studium dieser Karten für die Fortbildung anerkannt wird, in Form der sogenannten DFP-Punkte.

Die App selbst ist kostenlos, und das will Strouhal auch unbedingt so beibehalten: "Ich will niemanden ausschließen." Finanziert wird das Projekt bislang von den investierten Ärzten selbst, einem AWS-Kredit und Content-Partnerschaften aus dem Verlagswesen und der Pharmabranche, die dort Profile anlegen dürfen.

Was Strouhal ganz wichtig zu betonen ist: In der App sind keine Patientendaten, gehostet wird die Cloud-Lösung auf den österreichischen Servern der Firma Next Layer. Patienten haben keinen Zugang, sondern nur Ärzte oder Medizinstudenten nach vorheriger Registrierung mit Angabe ihres Klarnamen. Die App funktioniert auch offline, was für die Verwendung im Spital wichtig ist.



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