Serie Internet Millionäre: Inode - Revolution im Kinderzimmer

Die Inode-Gründer Michael Gredenberg (li) und Peter Augustin

Die Inode-Gründer Michael Gredenberg (li) und Peter Augustin

Mit einfachsten Mitteln und fast ohne Geld stiegen Peter Augustin und Michael Gredenberg 1996 in das damals neue Internet Service Provider Geschäft ein und waren bald gefürchtete Konkurrenten großer Konzerne.

Die Geschichte

Die Inode-Gründer Peter Augustin und Michael Gredenberg kann man getrost als Telekom-Schrecks aus dem Kinderzimmer bezeichnen. 1996, als die Bezeichnung "Start-up" noch gar nicht erfunden war und die Internet-Durchdringung der österreichischen Haushalte noch im einstelligen Prozentbereich lag, begannen die beiden Twens damit, für damalige Verhältnisse Breitband-Internet-Zugänge anzubieten.

"Wir wollten privat eine Standleitung haben, die wir irgendwie finanzieren mussten", erklärt Gredenberg die Beweggründe für den Start ins Unternehmertum, der auch leicht zu schultern war: Eine Standleitung, ein Computer und ein paar Modems genügten, um als "Internet Service Provider" auftreten zu können und damit Milliarden-Konzerne zu ärgern.

Die Inode-Günder Peter Augustin (stehend) und Michael Gredenberg in ihrer liebsten Arbeitskleidung: T-Shirts, kurze Hosen, Birkenstock-Sandalen.

Die Inode-Günder Peter Augustin (stehend) und Michael Gredenberg in ihrer liebsten Arbeitskleidung: T-Shirts, kurze Hosen, Birkenstock-Sandalen.

Es folgten jahrelange Konflikte mit der Telekom Austria, ein langer Kampf um für private Anbieter bessere regulatorische Bedingungen und der Aufstieg zu Österreichs größtem privaten Internet-Service-Provider mit über 100.000 Kunden, fast 300 Mitarbeitern und mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz.

2005 verkauften die beiden Gründer ihr Unternehmen an UPC, das mittlerweile zu T-Mobile gehört. Von den 94 Millionen Euro, die UPC dafür auf den Tisch legte, entfiel fast die Hälfte auf Augustin und Gredenberg.

Eigener Jet: Die Inode-Gründer gehören zu den Internet-Millionären der ersten Generation.

Eigener Jet: Die Inode-Gründer gehören zu den Internet-Millionären der ersten Generation.

Die Gegenwart

Nach dem Exit blieben die beiden unkonventionellen Gründer, für die Anzüge, Krawatten, Hemden, ja sogar Schuhe und Socken stets nur "Verkleidung" waren, ihrer Linie treu: Sie machten weiterhin was sie wollten und vor allem wie sie es wollten.

Augustin und Gredenberg zogen sich weitgehend aus dem Business-Umfeld zurück, parkten ihr Vermögen in einer Privatstiftung und in Immobilien und sind über ihre Tigris Beratungs- und Beteiligungs- GmbH unter anderem an der Internet-Werbeagentur "Datenkraft" beteiligt.

Unternehmen Inode
Gründung 1996
Angebot Internet Service Provider
Gründer Peter Augustin, Michael Gredenberg
Exit 2005
Verkauf an UPC (gehört heute T-Mobile Austria)
Verkaufserlös 94 Millionen Euro
Aktuelle Aktivitäten Tigris Beratungs- und Beteiligungs- GmbH


In der Serie "Made in Austria: Die Selfmade-Internet-Millionäre" präsentiert trend.at österreichische Start-Ups, deren Gründer nach erfolgreichen Exits zu Millionären wurden.

Die Übersicht der bisher in der Serie erschienenen Artikel finden Sie auf der Themen-Seite "Selfmade-Internet-Millionäre"


Österreichs 100 beste Start-ups 2018: Das Ranking

Die 100 besten Start-ups Österreichs

Die 100 besten Start-ups 2018: Das Gesamtranking

Österreichs beste Start-ups 2018: Plätze 1 bis 10

Die 100 besten Start-ups Österreichs

Österreichs beste Start-ups 2018: Plätze 1 bis 10

Österreichs 100 beste Start-ups 2018: Plätze 11 - 20

Die 100 besten Start-ups Österreichs

Österreichs beste Start-ups 2018: Plätze 11 bis 20