Sechssstellige Kapitalspritze für steirisches Lebensmittel-Start-up

Sechssstellige Kapitalspritze für steirisches Lebensmittel-Start-up

Die Guten ins Töpchen, die Schlechten ins Kröpfchen: Mit der Technologie von Insort werden schlechte Nahtrungsmittel aussortiert.

Das oststeirische Start-up Insort ermöglicht es, schadhafte Nahrungsmittel besser auszusortieren. Für die Expansion nach Nordamerika erhält das Unternehmen nun vom aws Wachstumskapital im hohen sechsstelligen Bereich.

Viele österreichische KMU sind in ihrer eigenen exotischen Nische Weltmarktführer, und das junge Unternehmen Insort schlägt ebenfalls in diese Kerbe: Das oststeirische Start-up hat sich mit seinem Lebensmittel-Analysegerät „Sherlock“ als Technologieführer in der Lebensmittelbranche positioniert: Der Einsatz der sogenannten "Chemical Imaging Technology" erlaubt bessere Erkennungs- und Sortierraten von Fremdkörpern und schadhaften Nahrungsmitteln und ermöglicht so das Setzen eines Standards in der Nahrungsmittelsicherheit und -qualität.

Gefragt ist das Produkt vor allem im Ausland: Mehr als 90 Prozent der Geräte, die in der Steiermark produziert werden, gehen in den Export und werden an führende Lebensmittelproduzenten in Europa geliefert. Erste Erfolge konnten auch in Japan und Kanada verzeichnet werden. Nun will Matthias Jeindl, Geschäftsführer von Insort, in den nordamerikanischen Markt expandieren. „Für eine erfolgreiche Markterschließung in Nordamerika ist es unbedingt notwendig, mit einer eigenen Vertriebs- und Serviceorganisation vor Ort präsent zu sein. Dieser Schritt ist für uns strategisch wichtig“, sagt Jeindl. Unter Führung des aws Gründerfonds erhält das Unternehmen neues Wachstumskapital für diesen Expansionsschritt. Zwar wurde über die konkrete Höhe der Beteiligung Stillschweigen vereinbart. Auf Anfrage von trend.at heißt es vom aws jedoch, dass es sich um "einen Betrag im hohen sechsstelligen Bereich" handelt.

Die Eigentümer der Insort GmbH laut Firmenbuch.

Das vom aws Gründerfonds bereit gestellte Wachstumskapital dient unter anderem zur Weiterentwicklung der vorhandenen Technologie sowie zum Standortaufbau in Nordamerika, um die dortige Nachfrage befriedigen zu können. Mit Insort erweitert der aws Gründerfonds sein Portfolio um ein weiteres Technologieunternehmen: Ralf Kunzmann, Geschäftsführer des aws Gründerfonds, schwärmt in einer Presseuassendung von der "beeindruckenden Technologie" des Start-ups, mit der "Produzenten von Nahrungsmitteln ganz neue Sicherheits- und Qualitätsstandards erreichen, um damit Risiken zu minimieren und Kosten zu sparen." Großes Potenzial sieht er in der Anwendung bei einer Vielzahl weiterer Nahrungsmittel und durch die Möglichkeit, die Technologie weltweit zu vermarkten.

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