Hadean Ventures - Geldgeber aus dem hohen Norden

Hadean Ventures - Geldgeber aus dem hohen Norden

Den Niederösterreicher Walter Stockinger – im Bild mit seiner Partnerin Ingrid Teigland Akay – zieht es aus Skandinavien wieder nach Österreich zurück. Mit Hadean Ventures steigt er beim Wiener Biotech-Unternehmen Themis ein.

Der norwegische Investor Hadean Ventures steigt in heimischen Bioscience-Markt ein. Mit an Bord ein Österreicher.

Österreich hat in Sachen Venture Capital noch einigen Aufholbedarf. Das weiß auch Walter Stockinger, weswegen sich der Fondsmanager mit seinem Unternehmen Hadean Ventures vorerst in Norwegen angesiedelt hat. Der gebürtige Niederösterreicher verbrachte seine Lehrjahre bei Nestlé in London, bevor er 2006 zum Berater BCG wechselte und schließlich im Jahr 2017 mit seiner Geschäftspartnerin Ingrid Teigland Akay Hadean Ventures gründete.

Spezialisiert haben sich die Finanzexperten auf Investments in Lifescience-Firmen (im Portfolio sind bereits drei Unternehmen), und hier wiederum solche, die bereits erste Erfolge vorweisen können.

Eines dieser Unternehmen, das in das Beuteschema von Hadean fällt, ist das Wiener Start-up Themis. Themis ist dabei, einen Impfstoff gegen Chikungunya zu finden, einen Virus, der bereits dreimal in Europa aufgetreten ist. Aktuell ist das Wiener Biotech-Unternehmen gerade dabei, Phase III abzuschließen.

40 Millionen Start-Investment

Mit der Geldspritze von Hadean gelingt das nun leichter. Gemeinsam mit dem Gründerfonds aws und einigen US-Fonds hat das Venture-Haus aus Skandinavien mit rechtlicher Hilfe von Brandl & Talos insgesamt 40 Millionen Euro aufgestellt. Gefragt nach den Gründen, warum ausgerechnet in dieses Unternehmen investiert wurde, sagt Stockinger: „Die Aussichten auf Erfolg bei Themis sind gut, das Unternehmen hat schon ein Produkt auf den Markt gebracht, und das Management-Team ist hervorragend.“ Dahinter stehen ehemalige Intercell-Manager.

Weitere Investments in Österreich sollen folgen. „Wir sind mit drei Firmen in regelmäßigem Kontakt“, verrät Stockinger. Das Geld für weitere Investments ist auch vorhanden, gerade erst hat Hadean den Abschluss einer Finanzierungsrunde im Ausmaß von 75 Millionen Euro bekannt gegeben. Im Lifescience-Bereich ist das in Europa rekordverdächtig.

Das Geld ist noch gar nicht vollständig investiert, da hat Hadean bereits den zweiten Fonds ist in Planung. Mit einem Abschluss des Fundraising ist in drei Jahren zu rechnen. Dann soll zu den Büros in Oslo und Stockholm noch eines in Wien dazukommen. Einziger Wermutstropfen: Investoren in Österreich zieren sich bislang noch.


Start-up Wettbewerb trend@venture 2019

Start-ups an den Start!

trend@venture, der Start-up-Wettbewerb des trend, startet in die siebente Runde. Gesucht wird der beste Newcomer unter den Startups in Österreich. Egal, ob sie eine App fürs Smartphone entwickeln oder Roboterbauer sind - alle jungen Gründer aus dem Soft- und Hardwarebereich können sich bei trend@venture bewerben. Nach einer Vorausscheidung dürfen acht Start-ups Ende November bei einem großen Event im T-Center in Wien vor einer Topjury um die Preise in einer Gesamthöhe von fast 30.000 Euro pitchen.


Die Anmeldung

ANMELDESCHLUSS ist der 7. Oktober 2019
Zu den Teilnahmebedingungen (pdf-Download).

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: startup <AT> trend.at


Die Hauptpreise

  • Das Siegerteam erhält einen Scheck über 8.000 Euro vom niederösterreichischen Technologiefinanzierer tecnet equity.
  • Von Magenta Telekom gibt es eine flexible Internet Box - inklusive Gratisnutzung für zwei Jahre.
  • Brandl & Talos Rechtsanwälte vergeben drei Beratungsschecks in der Gesamthöhe von 10.000 Euro.
  • Vom Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG erhalten die Sieger ebenfalls Beratungsschecks in der Gesamthöhe von 10.000 Euro.
  • Und ein Unternehmensporträt im trend sorgt für die mediale Aufmerksamkeit.

Für trend@venture kooperiert trend mit:

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