Gründer-Initiative: Start-ups gründen wird einfacher und günstiger

Das Justizministerium will eine neue Gesellschaftsform für Unternehmensgründer und Start-ups auf den Weg bringen, um Jungunternehmen den Weg in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Dafür wird das Kapitalgesellschaftsrecht adaptiert.

Das Gründen von Start-ups soll einfacher werden.

Das Gründen von Start-ups soll einfacher werden.

Die Bundesregierung arbeitet an einer neuen Gesellschaftsform für Jungunternehmer und Start-ups. Eine Arbeitsgruppe, in der Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie des Justiz-, Finanz- und Wirtschaftsministeriums und von Interessensvertretungen vertreten sind, hat das Ziel, die schnellere und einfachere Gründung innovativer kleiner Unternehmen zu ermöglichen.

Die türkis-grüne Regierung hat im Justizkapitel des Regierungsprogramms 2020 - 2024 die Flexibilisierung des Kapitalgesellschaftsrechts (GmbH, AG) bereits angekündigt: "Die bestehenden Regelungen sollen insbesondere in Hinsicht auf Familienunternehmen und Start-ups flexibilisiert werden (unter Berücksichtigung des Anlegerschutzes und der Gläubiger)", heißt es darin. Außerdem sei "die weitere Beschleunigung und Vereinfachung von Unternehmensgründungen, zum Beispiel durch einen Ausbau der Digitalisierung im Gesellschaftsrecht, Einführung einer strukturierten Eingabe in das Firmenbuch und die Ermöglichung von Firmenbuch-Eingaben" geplant.

Eckpunkte der geplanten neuen Gesellschaftsform

  • Ein Gründungskapital von 10.000 Euro, davon 5.000 Euro in bar, soll ausreichend sein.
  • Für Mitarbeiter und Investoren soll es attraktivere Beteiligungsmöglichkeiten geben.
  • Die Gründung soll ausschließlich digital und binnen weniger Tage erledigt werden können.
  • Die in der Pandemie geschaffene Möglichkeit, Gesellschafterversammlungen virtuell abzuhalten soll Dauerrecht werden.

Absage an Minimalkapital-Variante

Die von Wirtschaftsvertretern geforderte Gesellschaftsform mit dem minimalem Startkapital von nur einem Euro für Neugründer wird es hingegen nicht geben. Start-up-Vertreter forderten in der Vergangenheit, Firmengründungen mit nur einem Euro zu ermöglichen. Laut "Kurier" plant das Justizressort für Start-ups eine "flexible Kapitalgesellschaft" ("FlexKapG") und eine "kleine AG" mit einem Mindestkapital von 25.000 Euro statt 70.000 Euro für eine klassische Aktiengesellschaft (AG). Die Gewerkschaft äußerte laut Zeitung einige Bedenken gegen die "FlexKapG", unter anderem was die Behandlung von Mitarbeiterbeteiligungen angeht.

Für die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in Österreich beträgt das Stammkapital 35.000 Euro. Sofern die Gründungsprivilegierung nicht in Anspruch genommen wird, müssen sofort 17.500 Euro in bar eingezahlt werden. Dabei kann im Gesellschaftsvertrag vorgesehen werden, dass die Stammeinlagen auf 10.000 Euro beschränkt werden. Davon muss die Hälfte (5.000 Euro) sofort in bar eingezahlt werden. Dieses Gründungsprivileg besteht aber nur maximal zehn Jahre ab der Eintragung in das Firmenbuch.

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