goood mobile: Geld verdienen ist nicht das Wichtigste

Unternehmerin mit Verantwortung: goood mobile Chefin Claudia Winkler

Unternehmerin mit Verantwortung: goood mobile Chefin Claudia Winkler

2017 hat die frühere Telekom Austria Marketingchefin Claudia Winkler ihr eigenes Unternehmen "goood mobile" gegründet - das erste Social Business im Telekom-Umfeld. Als erstes Unternehmen der Branche wurde "goood" nun als "B Corporation" zertifiziert.

"Geld zu verdienen ist nicht das Wichtigste. Wir wollen Wirkung erzielen und zeigen, dass es auch in unserer Branche möglich ist, ein nachhaltiges und ökonomisch erfolgreiches Geschäftsmodell aufzuziehen", sagt Claudia Winkler, Mitgründerin und CEO von "goood", das als Start-up unter "goood mobile" in Deutschland und Österreich die erste nachhaltige Mobilfunkmarke anbietet.

Die beiden Worte "Nachhaltigkeit" und "Mobilfunk" scheinen nicht wirklich zusammenzupassen, weiß auch Winkler. "Mobilfunk verbindet man jetzt nicht unbedingt mit Nachhaltigkeit", sagt sie, "Umfragen zeigen, dass Konsumenten dabei in erster Linie an Lebensmittel, dann an Kleidung, gefolgt von Kosmetik und Energie denken. Kommunikation und Mobilfunk kommen irgendwo, weit unter ferner liefen."

Die Firmengründerin, die zuvor internationale Marketingchefin in der Telekom Austria war, wollte sich dadurch aber nicht von ihrer Idee nicht abbringen lassen, und der Erfolg gibt ihr Recht. Winkler: "Wir haben gezeigt, dass es funktioniert und sind damit ein Beispiel für die Branche."

Erlöse und Gewinne werden umverteilt

Das Businessmodell des Unternehmens sieht vor, dass zehn Prozent der monatlichen Grundgebühr an eine soziale Einrichtung oder ökonomisch nachhaltiges Projekt gehen. Zusätzlich werden 25 Prozent der Profite in Projekte mit gesellschaftlichem Nutzen investiert. Ergänzend dazu gibt es weitere Initiativen. goood ist stolz darauf, ein fairer Arbeitgeber mit fairer Bezahlung und Sozialleistungen zu sein und fordert Nachhaltigkeit auch als wichtiges Kriterium bei den Lieferanten ein.

Nun ist zwar "goood" selbst ein kleines Unternehmen, dessen Impact nicht sonderlich groß ist. Winkler setzt allerdings auf Kooperation statt auf Konfrontation: "Es ist viel besser, wenn das was wir erarbeiten anschließend von einer Vodafone oder einer A1 umgesetzt wird."

"B" Goood

Eine neue Bestätigung für den Kurs, dass "Wirtschaft auch anders geht" ist die Zertifizierung des Unternehmens als "B Corp", eine Auszeichnung, die für eine globale Bewegung von Unternehmen steht, die sich das Ziel gesetzt haben, die Welt zum Positiven zu verändern. In Zeiten von Ressourcenknappheit, sozialer Ungerechtigkeit und Klimawandel ein Business anders zu betreiben als es klassische Unternehmen tun. Mittlerweile gibt es über 3000 B Corp-zertifizierte Unternehmen in über 60 Ländern und in 150 verschiedenen Branchen. "Goood" ist das erste europäische Telekom-Unternehmen in diesem Kreis.

Das "B" steht dabei für "beneficial" und zeichnet Unternehmen aus, die freiwillig bestimmte Standards bezüglich hinsichtlich Transparenz, Verantwortung und Nachhaltigkeit erfüllen.

"Für uns ist diese Zertifizierung eine super Sache. Wir sind begeistert, dass wir das geschafft haben", sagt Winkler. Die Zertifizierung ist sei vielleicht in Österreich nicht so bekannt, aber relativ schwierig zu bekommen. Und sie hat das Geschäft der guten Mobilfunker auch gleich beflügelt. Winkler: "Das letzte Monat war unser bestes bisher. Man merkt, dass da etwas geht. Die Zertifizierung hat uns viel geholfen."

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