Florian Gschwandtner steigt bei Runtastic aus

Florian Gschwandtner steigt bei Runtastic aus

Hello, Goodbye: Florain Gschwandtner steigt bei Runtastic aus.

Florian Gschwandtner, Mitgründer von "Runtastic" und trend "Mann des Jahres 2016, steigt aus. Mit Jahresende legt er seine Funktion als CEO von Runtastic zurück und übergibt die Leitung des im Jahr 2015 von Adidas übernommenen Unternehmens an die Mitgründer Alfred Luger und Christian Kaar.

"Große Neuigkeiten" hatte Runtastic-Chef und Mitgründer Florian Gschwandtner am Nachmittag des 10. September 2018 parat. Via Facebook erklärte der 35-jährige Unternehmer, dass er per Jahresende seine Funktion als CEO des im Jahr 2015 von Adidas übernommenen Unternehmens zurücklegen und die Leitung an die Mitgründer Alfred Luger und Christian Kaar übergeben wird.

Gschwandtner will sich in der Folge, nach einer zehn Jahre dauernden Reise mit Runtastic, ohne das Unternehmen im Gepäck eine Auszeit nehmen und sich selbst auf Reisen begeben.

Exit auf Raten

Runtastic, das im Vorjahr die neue Zentrale in Pasching bei Linz bezogen hat, wurde im Oktober 2009 gegründet. Das Unternehmen geht zurück auf ein an der FH Hagenberg in Oberösterreich im Jahr 2006 durchgeführtes Projekt anlässlich der World Sailing Games. Gestartet ist man als Vier-Mann-Team (Gschwandtner, Luger, Kaar und René Giretzlehner), 2011 hatte man mit 25 Mitarbeitern bereits einige wichtige Hürden genommen.

Für Gschwandtner ist der nun erklärte Ruckzug der letzte Schritt eines in mehreren Schritten durchgeführten Exits. 2013 beteiligte sich die Axel Springer SE an Runtsastic und übernahm 50,1 Prozent des Start-ups, das damals bereits 90 Mitarbeiter hatte. Springer zahlte seinerzeit rund elf Millionen Euro für die Hälfte der Runtastic-Anteile.

Ein äuerst lohnendes Investment, wie sich nur zwei jahre später herausstellen sollte, denn dann legte Adidas das Zehnfache auf den Tisch, um Runtastic unter seine Fittiche zu bekommen. Springer, Privatinvestoren und den vier beteiligten Unternehmensgründern wurden die Anteile um insgesamt 220 Millionen Euro abgenommen, was einem Preis von rund zwei Euro für jede der damals 110 Millionen App-Downloads entsprach. Von der trend-Redaktion wurde Gschwandtner in der Folge als Prototyp für einen Start-up-Gründer zum "Mann des Jahres" gewählt.


Nachlese

Florian Gschwandtner - Der Mann des Jahres 2016

Florian Gschwandtner, der trend "Mann des Jahres" 2016. Die Story im pdf-Format zur Nachlese.

Florian Gschwandtner, der trend "Mann des Jahres" 2016. Die Story im pdf-Format zur Nachlese.

Florian Gschwandtner und Runtastic - eine Erfolgsstory. Lesen Sie die Geschichte von Runtastic nach - von der Idee zur Gründung und zum Verkauf an Adidas.

Das EET-Gründerteam Stephan Weinberger, Christoph Grimmer und Florian Gebetsroither (von links).

Innovationen aus der Steiermark

EET: Kickstarter-Funding für steirisches Balkon-Stromkraftwerk

Valentin Stalf, CEO und Co-Founder von N26

Start-ups

Smartphone-Bank N26 expandiert in sechs weitere Länder

Marco Array CEO Christian Harwanegg mit Compagnons Georg Mitterer und Sascha Dennstedt (von links).

Start-ups

Marco Array: Wiener MedTech Start-up revolutioniert Allergie-Diagnose