Energieschub für junge Unternehmer

Energieschub für junge Unternehmer

Bei der trend-Aktion SCHULE MACHT WIRTSCHAFT gründen Schüler Unternehmen. Die Bandbreite der Ideen reicht von Fruchtgummis bis zum 3D-Druck.

Start-ups, junge Unternehmen mit innovativen Ideen, sind in aller Munde. Doch bei dem vom trend unterstützten Projekt "Schule macht Wirtschaft" sind die Gründer meist noch viel jünger als diejenigen, die etwa beim Start-up-Wettbewerb trend@venture oder in der TV-Show "2 Minuten, 2 Millionen" pitchen: Hier gründen Schüler aus Oberstufenklassen "Junior-Unternehmen" - echte Betriebe, für die sie auch den Businessplan erstellen sowie Produktion, Kostenrechnung und Vertrieb managen.

Thomas Irschik, Geschäftsführer von Wien Energie, konnte sich bei einem Besuch im GRG 19 in Wien-Döbling persönlich von den kreativen Ideen der Gründer überzeugen. Seine besondere Aufmerksamkeit galt der Junior Company Karpat Energy, die sogenannte Power Banks verkauft, portable Zusatz-Akkus, mit denen man unterwegs sein Handy aufladen kann. Die Gründerinnen haben besonders viel Wert auf das Design des Produkts gelegt: Das Logo ist eine gezeichnete Sonne, die wichtigste Energiequelle unseres Planeten.

Doch auch die anderen Junior Companies des GRG 19 punkten mit kreativen Einfällen. Das Unternehmen Kreyon handelt mit personalisierten Lederpennalen, Arnida verkauft Antistressbälle in liebevoll gestalteten Stoffsäckchen, Creatrix setzt auf individuell bedruckte Hoodies, und die Gründerinnen von Mima verkaufen selbstgemischten Lippenbalsam. All diese Unternehmen haben ihre geschäftlichen Tätigkeiten genau geplant und unter anderem eine Break-even- Rechnung erstellt. "Und von euren Rendite-Erwartungen können viele große Unternehmen nur träumen", sagt Irschik: Begeistert zeigt er sich auch von dem Selbstbewusstsein, mit dem die jungen Gründer präsentieren.

Dreidimensional

Im vierzehnten Bezirk arbeiten indes die Schüler der Eliteschule W@lz an anderen Konzepten: Das Junior-Unternehmen Wineys produziert Fruchtgummis mit Schokoladenüberzug, das Team hinter Parrox peppt Alltagsgegenstände wie Taschen und Socken durch fetzige Designs auf, und Hephaista setzt auf die neuartige Technologie des 3D-Drucks: Diverse Produkte vom Schmuckstück bis zum USB-Stick werden hergestellt, indem der Drucker nach und nach Kunststoffschichten aufeinander aufträgt. Dem neunköpfigen Team hinter Hephaista drückten vor allem die hohen Anschaffungskosten für den 3D-Drucker zuerst auf das Ergebnis, doch nun wird bereits ein Gewinn geschrieben. Besonders stolz sind die Schüler, dass sie demnächst im Rahmen ihres ersten größeren Auftrags 700 Schlüsselanhänger für einen Kongress in Wien liefern. Namensgebend für das Unternehmen ist Hephaistos, der griechische Gott des Feuers und der Schmiede. Gemäß dem Zeitgeist des 21. Jahrhunderts haben die Gründer den Namen verweiblicht.

In der W@lz agiert Alexander Klacska, Bundesspartenobmann Transport und Verkehr, als Mentor für die Schüler. "Eure Businesspläne sind gut. Es ist wichtig, Ideen auf Papier zu fixieren", sagt er den Schülern, als er mit ihnen über die Zukunft ihrer Unternehmen spricht. Angesprochen auf Spannungen, die bei einer Gründung im Team entstehen können, rät er, dass es Mitarbeiter braucht, die kritisch diskutieren, und keine bedingungslosen Jasager.

Mehr Details zu allen Junior Unternehmen lesen Sie auf www.schulemachtwirtschaft.at.

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