Tiroler Start-up hilft Diabetikern: Nie wieder Insulin spritzen

Tiroler Start-up hilft Diabetikern: Nie wieder Insulin spritzen

Zwei Absolventen der Universität Innsbruck arbeiten mit ihrem Start-up daran, Spritzen durch Tabletten zu ersetzen - besonders bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Osteoporose soll dadurch der Alltag der Patienten erleichtert werden.

Wer an bestimmten Formen von Diabetes leidet, der muss sich in regelmäßigen Abständen eine genaue Dosis Insulin spritzen, ähnlich verhält er sich bei manchen Osteoporose-Patienten und anderen chronischen Krankheiten – oft ist die Spritze ein unangenehmer, aber notwendiger Begleiter im Alltag. Um das Leben der Patienten zu erleichtern, forscht das Start-up Cyprumed aus Tirol an einer Lösung: Tabletten statt Spritzen.

Die Gründer des Unternehmens, Florian Föger und Martin Werle, betonen im Gespräch mit trend.at, dass bereits mehrere Patente eingereicht worden sind und kurz vor der Genehmigung stehen. Geplant ist für 2017 eine klinische Studie mit einem Osteoporose-Wirkstoff, Studien zu anderen Krankheiten sind in der Pipeline. Diabetes-Patienten, so Föger, werden wohl kein Insulin schlucken, da dieses in Tablettenform schwer dosierbar ist – stattdessen setzt man auf das Hormon GLP1 in Tablettenform, das den Körper dazu animiert, selbst Insulin freizusetzen. „Seit ein paar Jahren ist GLP1 zur Diabetes-Therapie zugelassen“, sagt Föger, „und alle großen Pharma-Unternehmen versuchen, Therapien mit GLP1 zu entwickeln.“

Hand in Hand mit den Großen

Und genau dort liegt auch der Clou des Geschäftsmodells von Cyprumed. Die meisten Pharma-Start-ups arbeiten zehn Jahre an ihrem Produkt und durchlaufen verschiedene Stufen. Cyprumed hingegen entwickelt eine Plattform-Technologie und erstellt klinische Studien – die weitere Entwicklung übernehmen diverse Pharma-Konzerne, die dafür Exklusiv-Lizenzgebühren an Cyprumed zahlen sollen. „Dadurch, dass wir nicht ein Projekt, sondern eine übergreifende Plattform haben, wird unser Risiko minimiert“, sagt Werle. Plus: Man ist deutlich schneller am Markt als ein Start-up, das von A bis Z alles selber machen will.

Schon jetzt sind die beiden Gründer mit diversen Konzernen im Gespräch - hilfreich dabei sind ihre beiden Investoren Jürg Meier und Uwe Jacob, die nicht nur Geld, sondern auch Kontakte in das Start-up einbringen. „Meier hat zum Beispiel exzellente Kontakte in die Schweizer Pharma-Branche“, sagt Föger: „Und das ist für uns Gold wert.“

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