Crowdfunding in Österreich und der EU: Der Markt in Zahlen

Crowdfunding in Österreich und der EU: Der Markt in Zahlen

Allein im Jahr 2015 wurde am deutschen Crowdfunding-Markt zehn Mal so viel Geld verschoben wie in Österreich im Gesamtzeitraum seit Bestehen der Plattformen - noch mehr Geld wurde in Großbritannien und Frankreich investiert. Eine Infografik gibt Aufschluss über den Status-quo von Österreichs Crowdfunding-Szene.

Crowdfunding, also die Finanzierung über viele kleinere private Geldgeber statt über einen einzigen Bankkredit, gewinnt in Österreich immer mehr an Bedeutung. Die ersten heimischen Websites zur Abwicklung dieser alternativen Finanzierungsform starteten im Jahr 2010, inzwischen gibt es mehr als zehn Plattformen dieser Art, die sich teils auf unterschiedliche Branchen - etwa Umweltprojekte oder Immobilien - fokussiert haben. Einen besonderes Schub bekam diese neuartige Finanzierungsform mit der Einführung des Alternativfinanzierungsgesetzes im September 2015.

Laut einer Statistik der Wirtschaftskammer Österreich wurden in den ersten sechs Monaten bereits 13,5 Millionen Euro via Crowdfunding investiert und somit 34 Projekte finanziert. Seit der Gründung der ersten österreichischen Plattformen im Jahr 2010 wurden Projekte mit einer Gesamtsumme von knapp 25,3 Millionen Euro finanziert. Zum Vergleich: Laut einer Studie des Beratungsunternehmens KPMG kam der Crowdfunding-Markt in Deutschland im Jahr 2015 auf ein Volumen von 249 Millionen Euro, davor rangieren im Europa-Vergleich mit großem Abstand Großbritannien (4,3 Milliarden Euro) und Frankreich (319 Millionen Euro).

Einen Überblick über den österreichischen Crowdfunding-Markt bietet die folgende Infografik, die von Redakteurinnen des Blogs von vikingdirekt.at erstellt wurde und trend.at exklusiv zur Verfügung gestellt wird. Zwecks Sammlung der Daten haben die Redakteurinnen Gespräche mit Michel Harms, Gründer des unabhängigen Informationsportals Crowdfunding.de, und Reinhard Willfort, Gründer der Crowdfunding-Plattform 1000x1000.at und Geschäftsführer des Innovation Service Networks (ISN), geführt.

Indes sorgt Crowdfunding vielerorts auch für Unmut - denn viele einst vielversprechende Projekte scheitern im Nachhinein. Mehr dazu lesen Sie unter diesem Link.

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