Beerjet - Bier einfach schneller zapfen

Beerjet - Bier einfach schneller zapfen

Bereit für den Weltmarkt: Die Beerjet GmbH aus St. Florian bei Linz mit dem und ihr "Beerjet"

Ein Start-up aus Sankt Florian bei Linz ist drauf und dran, die internationale Gastronomie-Szene zu revolutionieren: Die Beerjet GmbH hat eine neue, nahezu vollautomatische Zapfanlage entwickelt, die Bier im Akkord zapft.

Ein Start-up aus St. Florian bei Linz ist drauf und dran, den Weltmarkt zu erobern. Die Rede ist hier einmal nicht von Runtastic und Florian Gschwandtner und auch nicht von einer Smartphone-App. Ernst Koller und Thomas Schuller, die Geschäftsführer des Unternehmens, treten mit einer Geschäftsidee an, um ein echtes Old-School-Problem aus der Welt zu schaffen: Ihr Beerjet kann in einer Stunde nahezu vollautomatisch rekordverdächtige 1000 Biere zapfen und damit selbst bei Großveranstaltungen mit zehntausenden Besuchern Warteschlangen durstiger Gäste an den Ausschankstellen verhindern.

Im Februar 2015 hatte die Beerjet GmbH ihr Produkt bis zur Serienreife entwickelt und hat damit gleich einige namhafte Kunden gewinnen können. Die Stiegl Brauerei und Ottakringer Events etwa oder den österreichischen Fußball-Rekordmeister SK Rapid, in dessen neuem Allianz Stadion der Beerjet von der Eröffnung im Juli an in Verwendung sein wird. "Gerade im Bereich der Schanksysteme möchten wir am modernsten Stand der Technik sein", begründet Harry Gartler, Direktor für das Stadionmanagement die Entscheidung.

Effizienz und Geschwindigkeit ist gerade beim Zapfen in vollen Fußballstadien besonders wichtig. Vor allem, wenn in der nur 15 Minuten dauernden Halbzeitpause tausende durstige Besucher frische Getränke kaufen wollen, und der Beerjet kann sechs 0,5 LIter Gläser Bier in nur sieben Sekunden füllen.

Neben dem SK Rapid haben das etwa auch schon der deutsche Großclub Borussia Dortmund (BVB) oder der FC St. Pauli erkannt. Klarerweise blicken die Firmengründer auch schon erwartungsfroh in Richtung der Großereignisse des kommenden Sommers, der Fußball-Europameisterschaft, der EURO2016 in Frankreich, den olympischen Spielen in Rio und den damit verbundenen Public-Viewings.

Beerjet - Zapfen im Akkord

Im Fokus des Unternehmens stehen natürlich auch Konzert- oder Festivalveranstalter, für die auch eine mobile Variante des Geräts entwickelt wurde. Mit dem Beerjet können dabei alle geläufigen Gebinde - Einwegbecher, Mehrwegbecher oder Gläser von 0,2 Liter bis zur 1-Liter-Maß verwendet werden.

Max Weigl, einer der Mitgründer von Beerjet argumentiert aber nicht nur mit kürzeren Wartezeiten für die Kunden. "Der Betreiber kann bis zu 25 Prozent Mehrumsatz erwirtschaften", sagt er. Schnelleres Arbeiten, kürzere Wartezeiten und höhere Deckungsbeiträge erwartet sich etwa Patrick Stützner, Geschäftsführer der Mahl 12 Premium Catering Gruppe vom Beerjet. Die rund 17.500 Euro teure Anlage soll sich dadurch binnen kurzer Zeit refinanzieren.

Bis zum 23. März 2016 können sich nun auch Privatpersonen an dem innovativen Unternehmen mit aktuell acht Mitarbeitern beteiligen. Die Beerjet GmbH hat über das Crowdinvesting-Portal Conda eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Die Fundingschwelle liegt bei 600.000 Euro, bis zum 17. März hatten bereits 555 Investoren insgesamt 545.700 Euro in das Unternehmen eingebracht. Mit dem Geld sollen, so Weigl, die Produktionsprozesse optimiert werden, um die Herstellungskosten für den Beerjet deutlich zu reduzieren und die anstehende Internationalisierung vorzubereiten.


Beerjet Crowdfunding-Kampagne
Beerjet Website

Adverty-Gründer Martin Brunthaler (li) und Alexander Igelsböck.

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