Der Star der Wiener Börse

Der Star der Wiener Börse

Der Handelsüberwachungsraum der Wiener Börse.

Im TIP &WIN BÖRSESPIEL dreht sich alles um den Leitindex ATX. Dieser ist heuer 25 Jahre alt.

Ziel des Tip & Win Börsespiels ist es, jene drei im ATX gelisteten Unternehmen zu erraten, die am Ende jeder Handelswoche den größten Kursanstieg verbuchen können. Doch was ist der ATX genau, welche österreichischen Unternehmen sind darin enthalten, und welche Aktien werden im Kurs steigen?

Der Index

Am 2. Jänner 1991 wurde der Austrian Traded Index (ATX) mit einem Wert von 1.000 Punkten gestartet. Er enthielt schon damals die 20 größten börsennotierten Unternehmen Österreichs. Davor gab es nur den Wiener Börsekammer Index (WBI), in dem alle in Wien gehandelten Aktiengesellschaften gelistet waren. Darunter gab es auch eine Reihe wenig gehandelter Unternehmen mit geringem Streubesitz. Der WBI war somit nicht wirklich aussagekräftig, was die Entwicklung der bedeutendsten Aktien der Wiener Börse anbelangt.

Anhand der Kursentwicklung der im ATX damals enthaltenen Unternehmen wurde sein Wert bis zum Jahr 1985 zurück rechnerisch ermittelt. Seinen tiefsten Stand von 434 Punkten erreichte er demnach 1987 im Zuge des großen Börsencrashes in den USA. Am 9. Juli 2007 erklomm der ATX sein bisheriges Allzeithoch von 4.982 Punkten. Doch als 2008 die weltweite Finanzkrise mit der Pleite der Lehman Bank ausbrach, stürzte der ATX ab. Seinen jüngsten Tiefststand erreichte er am 9. März 2009 mit 1.412 Punkten, danach ging es wieder bergauf. Birgit Kuras, Vorstand der Wiener Börse: "Der Aufwärtstrend hält mittlerweile seit mehr als zwei Jahren an. Und auch derzeit spricht viel für den Aktienmarkt." Ob der ATX heuer sein Vorjahresplus von knapp zehn Prozent wieder erreichen kann, bleibt allerdings abzuwarten.

Die Unternehmen

Der ATX ist aufgrund seiner Zusammensetzung stark mit der Finanzbranche verknüpft. Bank-Aktien wie jene der Erste Bank oder der RBI haben durch ihre Börsenkapitalisierung (Gesamtwert aller Aktien) ein sehr hohes Gewicht. Zweimal im Jahr (März und September) entscheidet die Wiener Börse anhand der täglichen Umsätze der gehandelten Aktien sowie der Kapitalisierung des Streubesitzes, also des tatsächlich an der Börse handelbaren Aktienvolumens, über die Streichung oder Neuaufnahme von Unternehmen in den ATX. 2014 wurden beispielsweise die Uniqa Versicherung und der Flughafen Wien in den ATX neu aufgenommen. Sie ersetzten die EVN und die Strabag. Ständige Mitglieder im ATX seit dem Berechnungsstart sind OMV, Verbund, Wienerberger und RHI (vormals Radex- Heraklith).

Die Entwicklung

Der Jänner brachte für den ATX einen frostigen Start. Mit einem Minus von 9,6 Prozent wurde das ganze Plus des vergangenen Jahres ausradiert. Doch für den Februar sind die Analysten besser gestimmt. Sie erwarten ein Plus. Die Entwicklungen in China, Russland und des Ölpreises sind nun klarer abschätzbar.

Die Erste Group führt mit 17 Kaufempfehlungen die Liste der Aktienbewertungen der Analysten an. Danach folgt der Maschinenbauer Andritz mit zwölf Empfehlungen. Neun Analysten raten zum Kauf des Immobilienunternehmens Buwog. Und Do &Co steht bei sieben Analysten auf der "Kaufen"-Liste.

Die Gewinner der ersten Runde des Tip & Win Börsespiels

Immofinanz lag am Wochenschluss vor dem Flughafen und der VIG. Die Spieler Hami, DeMassini und hugo151000 tippten die ersten beiden Plätze richtig. Hami kam zudem am nächsten an den ATX-Letztstand heran.