Börsespiel: Anlegen mit Strategie

Börsespiel: Anlegen mit Strategie

Andreas Lassner-Klein. Der Chef der Kepler-Fondsgesellschaft kann durch die gute Performance und erfolgreiche Strategie seiner Investmentfonds die Ratingagenturen stets überzeugen.

Welche Fonds für die unterschiedlichen Investmentziele die besten Ergebnisse erzielen.

Natürlich steht bei der Auswahl eines Investmentfonds die Performance an erster Stelle. Auch die Gesamtkosten oder die Volatilität sind wichtige Kennzahlen. Doch neben diesen Werten ist auch die Strategie, die das Fondsmanagement verfolgt und die man auch selbst für seine Anlageziele wählt, ein entscheidender Faktor. Wer für seine Pension vorsorgen will, sollte eine andere Fondsstrategie wählen als jemand, der schnell hohe Gewinne einfahren möchte. Und nicht zuletzt kann man mit seinem Investment auch gezielt bestimmte Ziele, wie beispielsweise eine nachhaltige Produktion, unterstützen. Einige Beispiele für Anlagestrategien:

Länder und Regionen. Es mag viele überraschen, aber die größten Zuflüsse gab es im März in Aktienfonds, die in der Türkei investieren. Zum einen, weil die Türkei als Emerging-Markets-Land gilt. Zum anderen, weil die Börse in Istanbul durch die politische Situation stark gelitten hat. Die Investoren spekulieren also auf eine Erholung. Auf Platz zwei bei den Länderfonds rangiert Indien, weil die Reformen der neuen Regierung greifen. Auch US-Aktien standen im März noch hoch im Kurs, europäische hingegen weniger. Obwohl sich das bald umdrehen könnte. Österreich war zuletzt bei den Investoren sogar gefragter als Deutschland.

Branchen. Bei Investmentfonds, die nur in Aktien von bestimmten Branchen investieren, lag der Bereich Pharma und Biotech im März an oberster Stelle. Auch hier gibt es zwei verschiedene Gründe: Aktien von Biotech-Unternehmen haben nach einem starken Kursanstieg in den vergangenen Jahren zuletzt stark verloren. Es ergeben sich also wieder Einstiegskurse. Und zum anderen hat sich gezeigt, dass die Auswirkungen von US-Präsident Donald Trump auf den Gesundheitsbereich doch nicht so massiv sein dürften.

Auch Fonds, die in Informationstechnologie- oder in Infrastrukturunternehmen investieren, konnten im März stärkere Mittelzuflüsse verbuchen. Rohstoff- und Telekommunikationsfonds zählten hingegen zu den Verlierern.

Nachhaltigkeit. Dieser Bereich zählt zu den großen Wachstumssparten bei den Investmentfonds. Es gibt beispielsweise auf ethisches Investment fokussierte Produkte, wie die Kepler-Ethik-Fonds, die mit zahlreichen Auszeichnungen zu den besten dieser Sparte zählen. Hier werden die Mittel nur in Unternehmen veranlagt, die genau kontrollierten ethischen und sozialen Kriterien entsprechen. Andere Nachhaltigkeitsfonds veranlagen wiederum in Unternehmen, die in der Ökowirtschaft tätig sind, also Wasseraufbereiter und -versorger, Solar- oder Windenergieunternehmen.

Vorsorge. Bei langfristig orientierten Fonds zur Zukunftsvorsorge steht die Risikokontrolle im Vordergrund. Kepler hat dazu die Minimum-Varianz-Strategie entwickelt. Dabei wird in solche Aktien investiert, die eine deutlich geringere Volatilität aufweisen als der Gesamtmarkt. Extreme Ausschläge werden dadurch vermieden und das Risiko begrenzt.